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Freitag, 23. Oktober 2026

[LESEBLICK DENKT NACH] Ein unbekanntes Buch kann spannender sein als jede Neuerscheinung

 

Mit „LeseBlick denkt nach“ möchte ich euch regelmäßig zu kleinen Gedanken rund ums Lesen, Bücher, Buchwelten und meinen ganz persönlichen Lesegewohnheiten mitnehmen. Mal nachdenklich, mal kritisch, mal einfach aus dem Bauch heraus und natürlich interessiert mich dabei besonders: Wie seht ihr das?

Heutiges Thema:

Ein unbekanntes Buch kann spannender sein als jede Neuerscheinung

Absolut ja. Denn meiner Meinung nach ist eine Neuerscheinung lediglich ein neues Buch und kein besseres Buch, als manch Bücher, die vielleicht in den frühen Zweitausendern erschienen sind. Mir fallen sogar sofort zwei Autoren ein (Jodi Picoult und Sebastian Fitzek) bei denen ich die "alten", eher unbekannteren Bücher deutlich besser fand, als die Bücher, die seit fünf Jahren erscheinen. Ich habe auch keine Ahnung woran es liegt. Bei Frau Picoult gab es einen Verlagswechsel, aber daran mag es ja wohl nicht liegen. 

Ich erstelle seit Jahren keine Neuerscheinungsposts mehr, bin dennoch dankbar darüber, dass es viele andere Blogger noch machen und ich stöbere gern. Halte aber vor allem Ausschau nach brachialen Buchcovern, die mir sofort ins Auge springen oder nach neuen Büchern von Autoren, die ich sehr mag oder die ich weiterverfolgen möchte.

Jegliche SuB-Abbau-Challenges zeigen mir jährlich, wie spannend und überzeugend auch eher unbekannte Bücher sein können. Ich bekomme auch des Öfteren per Mail noch Rezensionsanfragen. Erst kürzlich hat mich ein neuer Autor gefragt, ob ich seinen verstorbenen Hund und deren Geschichte kennenlernen möchte. Und ja! Ich freue mich, dieses unbekannte Buch in die Buchwelt zu tragen.

Allerdings merke ich auch, dass in der Bloggerwelt die Rückmeldungen auf unbekanntere Bücher schwächer ist, als auf Bücher, die gerade in aller Munde sind, durch Social media gehen usw. Das fällt mir bei meinen eigenen Beiträgen auf, aber auch auf anderen Blogs.


Konnte dich ein unbekanntes Buch schon mal richtig überraschen und in seinen Bann ziehen? Und dich hingegen eine Neuerscheinung enttäuschen?

P.S. Wir lesen uns zu dieser Rubrik am kommenden Freitag wieder 😉

4 Kommentare:

  1. Hallo Andrea,
    ich verstehe die Unterscheidung nicht:)
    Nur weil ein Buch unbekannt(er) ist, sagt das ja erstmal gar nichts aus. Und nicht jede Neuerscheinung ist spannend. Und ja, ich wurde auch schon von vielgelobten neuen Büchern gar nicht mitgerissen.
    Und ja, ich habe auch den Eindruck, dass auf gerade gehypte Bücher mehr Resonanz erfolgt.
    Dass mehr Leute dann auch dieses Buch lesen wollen. Aber ungewöhnlich oder problematisch finde ich das nicht.
    Und eines, das vielleicht entweder unbekannt oder älter ist, geht vielleichteher unter.
    Aber das kann viele Gründe haben, es kann einfach nicht das bevorzugte Genre sein oder vielleicht wird gedacht, damit Zeit zu verschwenden und lieber Bücher zu lesen, die in der allgemeinen Bewertung gut sind um ein vermeintlich nicht so gutes Buch zu vermeiden.
    Ich habe aber auch schon beobachtet, da schrieb ich erst einen kurzen Kommentar irgendwo, dass z.B. bei A Court of Thornes and Roses soo viele Leute plötzlich mal wieder gelesen haben, etliche Youtuberinnen hielten es in die Kamera, weil es allen so sehr empfohlen wurde. Ich kann nichts zum Inhalt sagen aber das hat mir gezeigt, dass viele eher zugreifen wenn ein Buch überall gelobt wird, was ja auch nicht ungewöhnlich ist.
    Nur kamen davor oder danach selten Bücher oder wenn, welche die im Trend waren, das war schon auffällig. Aber alles unter Vorbehalt, letztlich weiß ich nur, was gezeigt wird und kenne nicht alle Hintergründe oder Präferenzen.
    Andersherum ist ein Buch nicht 'schlecht' nur weil es viele lesen, wenn es viele so toll finden, ist es wohl wirklich gut und zwar für viele verschiedene Leute.

    Für mich ist das aber keine Voraussetzung, ich lese auch gern unbekanntere Bücher, solange sie mich irgendwie neugierig machen, ansprechen und ich hatte meist eine gute Zeit mit ihnen.

    Wäre irgendwie voll schade wenn die meisten nur zu eh gerade viel besprochenen AutorInnen oder einzelnen Büchern/Neuerscheinungen greifen würden. Da geht doch was verloren.

    Aber ich bin auch relativ offen was das Genre betrifft, außer vielleicht High Fantasy oder einzelne Themen, die ich nicht gut vertrage, lese ich über Thriller zu Sci-Fi, zu Horror, zu (Dark)Romance zu allem möglichen. Neuere und ältere, das spielt keine Rolle.
    Manche bevorzugen ein bestimmtes Genre, da wird eventuell dann eher auf bestimmte AutorInnen und Neuerscheinungen geguckt.
    Die Gründe sind vielfältig.
    Aber ich würde mir schon wünschen auch unbekannten AutorInnen oder Geschichte mal eine Chance zu geben. Viele wären vielleicht überrascht und würden das dann öfter tun.

    Das wären so meine Gedanken dazu:)

    Liebe Grüße,
    Silver

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    1. Hi Silver,
      genau, diesen Hype um Bücher finde ich immer so schade. Irgendwie entscheidet niemand mehr wirklich nach seinem eigenen Geschmack, sondern man will einfach mitreden können.

      Ich hatte auch mal ein 5 Sterne Buch "Die Rettung" von Charlotte McMahon. Eine etwas bekanntere Instagramerin hat es mit einem Stern bewertet und darunter dann über 200 Kommentare: "gut, dann brauche ich es nicht mehr lesen". Das finde ich eine Katastrophe!!!!

      Zu dem begegne ich durch diverse SuB-Challenges immer wieder Bücher, die mindestens schon 10 Jahre alt sind bzw. im Regal stehen und die mich dennoch total abholen und ich mich x-Mal bei den Büchern entschuldige, dass sie so lang warten mussten^^
      Und die letzten Jahre hatte ich mit Neuerscheinungen, die in aller Munde sind, bereits etliche Monate vor Erscheinen, so viele Fehlgriffe, dass ich mittlerweile schon "Angst" vor solchen Büchern haben. Hypes, die ich dieses Jahr mitgemacht habe und auch für gut befunden habe, waren Liz Nugent und und S.T. Abby. Waren sozusagen freudige Ausnahmen.

      Und die viel besprochenen Autoren sind das nächste Thema.
      Einige Blogger unterstützen vermehrt Selfpublisher, ich achte da nicht so drauf, wenn es mir gefällt, kaufe ich es mir. Aber es ist schwer, ein wirklich überraschend gutes, älteres Buch unter die Leser zu bringen. Sowohl für einen "kleinen, unbekannteren" Autor, als auch für uns Blogger.
      Die Werbetrommel wird von den "Großen" gerührt.

      Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

      LG Andrea

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  2. Hallo Andrea,
    Ich liebe unbekanntere Bücher genauso wie die bekannte Bücher.

    Ich finde es manchmal schade, wie viel Aufmerksamkeit einige wenige Bücher bekommen, während andere, mindestens genauso lesenswerte Geschichten beinahe unbemerkt bleiben. Dabei sagt der Bekanntheitsgrad eines Buches bzw. des Autors doch überhaupt nichts darüber aus, wie gut es ist oder wie sehr es mich berühren und mitreißen kann.

    Für mich zählt nicht, wie oft ich ein Buch auf Instagram gesehen habe oder ob es gerade in aller Munde ist. Entscheidend ist, ob mich die Geschichte anspricht und neugierig macht. Und manchmal sind es gerade die Bücher, von denen man vorher noch nie etwas gehört hat, die einen besonders überraschen und lange im Gedächtnis bleiben. Eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr war Pina fällt aus von Vera Zischke. Ich weiß eherlich gesagt gar nicht, ob das in aller Munde war, oder nicht? Mir ist es auf jeden Fall nicht so häufig über den Weg gelaufen, was ich sehr schade finde.

    Trotzdem lese ich aber auch gerne mal bekannte Bücher und Bestseller. Die Mischung macht es für mich einfach aus. Jetzt z. B. lese ich gerade "The Sixth Faction" von Veronica Roth. Das gehört vermutlich auch eher zu den bekannteren Büchern. Ich habe Die Bestimmung so sehr geliebt und bin neugierig auf die nächste Geschichte aus diesem Universum.
    Liebe Grüße
    Yvonne

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    1. Hallo Yvonne,
      da gehe ich in vielerlei Hinsicht mit.
      Nur haben auch wir Blogger es sehr schwer, diese unbekannteren Bücher, die uns total überrascht haben, unter die Leser zu bekommen. Ich würde auch den Autoren oder die Autorin, die manch großartiges Debüt haben, gern mehr unterstützen, aber es ist schwer... in der großen, weiten Bücherwelt.

      "Pina fällt aus" sagt mir auf jeden Fall was, habe auch das Cover vor Augen.
      Freut mich, dass es dir gefallen hat :)
      Und auch ganz viel Spaß im neunen Universum von Veronica Roth. In dem Genre lese ich sehr selten, aber die Reihe um "Die Bestimmung" sagt mir dennoch was.

      Hab einen schönen Sonntag, hier regnet und stürmt es.
      LG Andrea

      LG Andrea

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