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Freitag, 9. Januar 2026

[REZENSION] Eisnebel | Thriller

Titel: Eisnebel | Autorin: Kate Alice Marshall
Seitenanzahl: 432 Seiten 
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Inhaltsangabe


Sie sind reich. Sie sind privilegiert. Und du bist nicht willkommen.

Schneebedeckte Wälder, hoch aufragende Berge und ein abgelegenes Anwesen. Idlewood ist das luxuriöse Winterdomizil der Daltons. Theodora ist zum ersten Mal hier, um die skeptische Familie ihres Verlobten Connor für sich zu gewinnen. Doch es wird schnell klar, dass sie auf Idlewood nicht willkommen ist. Irgendjemand folgt ihr, und immer wieder erhält sie Drohnachrichten, sich von Connor fernzuhalten. Schon bald wird Theo von altbekannten Albträumen heimgesucht, und das beklemmende Gefühl, schon einmal auf Idlewood gewesen zu sein, wird immer stärker. Welches Geheimnis birgt das Anwesen? Und welche Geheimnisse hütet Theo selbst, die besser im Dunkeln bleiben sollten? 

Ein abgelegenes Anwesen. Eine privilegierte Familie. Eine ungebetene Besucherin.

(Quelle: Piper Verlag)

 

Meine Meinung


Kälte, Schuld und verdrängte Wahrheiten


Auf den Thriller "Eisnebel" ist unsere diesjährige Wahl gefallen, als es um das Neujahrsbuch 2026 ging. Nun mehr im dritten Jahr gibt es dieses besondere Beieinandersein und ich hoffe, dass wir diese Tradition beibehalten und uns noch einige andere Bücher gemeinsam einigen können. 

Vorab kann ich gleich sagen, dass die Wahl gut war. 
Der Thriller kommt mit einem traumhaften Setting daher: eine abgelegenes Anwesen in den Bergen, eingeschneit von endlosem Weiß und umgeben von eisiger Stille.
Für viele Menschen ist das ein absoluter Graus, für mich Magie und Ruhe.

Aber dies wäre kein Thriller, wenn Idlewood, so der Name des Anwesens keine dunklen Geheimnisse verbergen würde. 

Theodora, kurz Theo und Connor schweben auf Wolke sieben und Connor möchte seine Hochzeitspläne nicht länger vor seiner Familie geheim halten. Zu den weihnachtlichen Feiertagen lädt die Familie Dalton jedes Jahr nach Idlewood ein, aber Theo merkt sehr schnell, dass die Familie gern unter sich ist und neue Mitglieder es in den Reihen sehr schwer haben. 

Ein wenig schade, aber andererseits auch nicht störend, ist, dass man von Anfang an weiß, dass Theo eine Verbindung zu Idlewood hat. Die Autorin hat sich dafür entschieden das Rätsel, um Theo's immer wieder aufblitzenden Erinnerungen langsam zu erzählen und uns Lesern nur häppchenweise neue Details zu liefern. 

Jeder kennt wahrscheinlich solch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, wenn einem etwas nicht geheuer ist. So muss es der Protagonistin hier ergangen sein. Ein Ort, der einem bekannt vorkommt und an dem man nicht willkommen ist.

Was hat es mit der fünften, unbewohnten Hütte des Anwesens auf sich?
Wieso kann sich Theo an viele Einzelheiten der Hütte erinnern?
Wer ist die Frau mit dem blauen Halsband in ihren Träumen?
Und wieso weiß sie, wie sich der kalte Tod anfühlt?

Eine Geschichte, die beim Lesen viele Fragen aufgeworfen hat und nahezu perfekt geeignet für eine gemeinsame Leserunde war, denn der Austausch und die Überlegungen zu Theo's Geschichte waren da.

Die Familienmitglieder von Connor waren irgendwie allesamt auffällig, beinahe verdächtig. Für mich auf jeden Fall eine Familie, in der ich mich absolut nicht wohl gefühlt hätte.

Meine Highlights waren letztendlich schon das Setting und die nach und nach aufklärenden Details zu Theo's Träumen und Erinnerungslücken an ihre Kindheit.
Ich war beim Lesen absolut im Fluss und war jederzeit wieder angeregt, das Buch zur Hand zu nehmen.
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Was mir nicht hundertprozentig zugesagt hat, war die Kennenlerngeschichte von Theodora und Connor, die nebenher erzählt wird. Ein paar Zufälle zu viel und am Ende schlechte Kommunikation, die weiter Irrungen und Wirrungen erschafft. 

Des Weiteren würden einige sagen, dass dieser Thriller einen großen und actionreichen Showdown mit sich bringt. Für meinen Geschmack war es zu viel. 
Zu viele Akteure, zu viele Beteiligte und zu viele Verletzte. Ich konnte den Überblick behalten, dennoch war es ein ganz schönes Kuddelmuddel am Ende.
Man konnte beim Lesen auch irgendwann erahnen, in welche Richtung die Auflösung geht, die Autorin musste viele Vermutungen am Ende lediglich sortieren.

Mein Fazit


"Eisnebel" ist ein eher ruhiger, atmosphärischer Psychothriller, der vor allem durch sein frostiges Setting und die psychologische Tiefe überzeugt. Die Spannung entfaltet sich langsam, dafür aber konstant und unterschwellig – ideal für Leser/innen, die subtilen Nervenkitzel schätzen. Kleine Längen und ein nicht ganz überraschendes Finale trüben den Gesamteindruck nur minimal.

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Die Autorin

Kate Alice Marshall ist eine US-amerikanische Thriller- und Mystery-Autorin. Sie ist bekannt für ihre spannungsgeladenen Erzählungen und komplexen Charaktere, die bisher vor allem jugendliche Leser begeisterten. Marshall lebt im pazifischen Nordwesten der USA und widmet sich neben dem Schreiben dem Gärtnern und Gaming. Mit „Eisnebel“ erscheint ihr erster Thriller für Erwachsene auf Deutsch. 

Weitere Bücher der Autorin

Und die Autorin hat auf ihrer Autorenwebsite noch einiges zu bieten.
Daumen drücken, dass noch weitere Bücher übersetzt werden.

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