- Titel
- Die Zwölf
- Autor
- Justin Cronin
- Hördauer
- 25 Std. 57 Min.
- Gelesen von
- David Nathan
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Inhaltsangabe
Die nervenzerreißende Fortsetzung des Weltbestsellers
Zuerst waren es zwölf Kriminelle, die nur noch auf die Todesstrafe warteten. Doch dann wurden sie auserwählt für ein geheimes Experiment. Aus ihnen sollten mehr als nur Menschen werden. Aber es schlug fehl. Jetzt sind es diese zwölf, die das Leben auf der Erde bedrohen. Die letzte Hoffnung ruht auf einem Mädchen: Amy ist die Einzige, die sich der Macht der Zwölf entgegenstellen kann. Aber dazu braucht sie die Unterstützung von so vielen Menschen wie möglich, denn der Gegner ist stark...
Meine Meinung
Auch der Re-Read, aus dem nach dem ersten Drittel ein Re-Hear entstand, ist beendet.
Der Kampf gegen die Zwölf geht weiter. Nachdem ich im ersten Band der Trilogie erneut viele Charaktere kennengelernt und ins Herz geschlossen habe, kommen im zweiten Teil noch einmal einige neue Figuren hinzu. Justin Cronin schafft es dabei erneut, verschiedene Schicksale miteinander zu verbinden und die Geschichte immer weiter auszubauen.
Für mich besonders interessant war Lila, eine Ärztin, die mir im Laufe der Handlung immer auffälliger vorkam. Ihre Geschichte fand ich sehr spannend, gerade weil lange nicht ganz klar ist, was mit ihr passiert und welche Rolle sie eigentlich spielt. Ich habe mich immer wieder gefragt, was genau mit ihr los ist und wohin ihre Entwicklung noch führen wird.
Sehr gefallen hat mir auch, dass die besondere Verbindung zwischen Amy und Wolgast, die mich bereits im ersten Band sehr berührt hat, nicht einfach verschwindet. Wolgast ist weiterhin auf seine ganz eigene Art an Amys Seite, auch wenn das natürlich nicht so ist, wie Amy es sich vielleicht wünschen würde. Gerade diese Verbindung hat für mich wieder einige emotionale Momente geschaffen.
Die Geschichte wird erneut aus verschiedenen Perspektiven erzählt und besteht aus mehreren Handlungssträngen. Zusätzlich spielt der zweite Band auf unterschiedlichen Zeitebenen. Wir erfahren einerseits mehr über das Jahr Null und damit über die Zeit, in der das Virus ausgebrochen ist. Gleichzeitig entwickelt sich die Handlung weiter und zeigt uns, wie die Welt Jahre nach dem Ausbruch aussieht. Dadurch bekommt man noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Ereignisse und ihre Folgen.
Eine wichtige Rolle spielt außerdem ein neuer Ort: Homeland. Dort hat Horace Guilder die Kontrolle übernommen und es zeigt sich sehr deutlich, wie sehr sich die Welt verändert hat. Die Menschen leben dort unter Bedingungen, die teilweise erschreckender wirken als die eigentliche Bedrohung durch die Virals. Gerade die Ereignisse in Homeland fand ich sehr spannend und teilweise auch ziemlich bedrückend.
Während sich bekannte Charaktere wie Peter, Michael und Hollis auf den Weg nach Homeland machen, bereitet sich Amy immer mehr auf das vor, was vor ihr liegt. Denn sie weiß, dass sie eine besondere Rolle im Kampf gegen Guilder und die Zwölf spielt. Vor allem die Entwicklungen in Homeland und der spätere Showdown haben für mich dafür gesorgt, dass auch der zweite Band wieder sehr spannend wurde.
Trotzdem muss ich sagen, dass „Die Zwölf“ für mich nicht ganz an „Der Übergang“ herankommt. Der erste Band hatte einige ganz besondere und emotionale Momente, die mich noch stärker gepackt haben. Außerdem braucht man bei den vielen Figuren, Perspektiven und Zeitsprüngen manchmal etwas Konzentration, um den Überblick zu behalten. Hier bin ich mir wieder mal nicht sicher, ob dieser Punkt mit dem Medium Hörbuch nochmals schwieriger ist. Trotzdem hat mich die Geschichte wieder neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles weiterentwickelt.
Am Ende bleiben natürlich erneut einige Fragen offen. Besonders interessiert mich, was noch mit Amy und Alicia passieren wird und ob die Menschheit überhaupt eine Chance hat, den Kampf gegen die Virals endgültig zu gewinnen. Damit macht Justin Cronin auf jeden Fall neugierig auf den letzten Teil der Trilogie. Und ich weiß, dass dieser mir vor Jahren sehr gut gefallen hat.
Fazit
Für mich ist „Die Zwölf“ ein gelungener zweiter Teil, auch wenn er nicht ganz an die besonderen Momente von „Der Übergang“ heranreicht. Die Geschichte ist weiterhin komplex, düster und spannend und bietet neben dem Endzeit-Szenario auch viele menschliche und emotionale Momente. Wer den ersten Band mochte, sollte auf jeden Fall weiterlesen. Ich bin nach diesem Ende jedenfalls sehr gespannt darauf, wie die Geschichte im Finale ausgehen wird.





