Montag, 24. April 2017

[Rezension] Seelen im Eis

Titel: Seelen im Eis | Autorin: Yrsa Sigurðardóttir | Verlag: Fischer Verlag
Preis: 9,99€ (TB) | Seitenanzahl: 368 Seiten | ISBN: 978-3-596-19533-6
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Inhaltsangabe
Ist jetzt also der Tag der Abrechnung gekommen?
Als Óðinn den mysteriösen Tod zweier Jungen in einem Erziehungsheim untersucht, tun sich Abgründe auf. Je tiefer er gräbt, umso mehr gibt es Parallelen zu seinem Leben. Hat der viel zu frühe Tod seiner Frau etwas damit zu tun? Während er noch verzweifelt nach Antworten sucht, scheint etwas Bedrohliches immer näher zu kommen…
(Quelle: Fischer Verlag)


Meine Meinung

Düstere Atmosphäre garantiert

Bereits mein erster Versuch mit einem Thriller der Autorin war ein Glücksgriff. Nun wollte ich schauen, ob die Autorin ihren Stil beibehält und mich als Leserin wieder in einen spannenden Plot mitnehmen kann.

An erster Stelle sei gesagt, dass mir die Autorin wieder wahnsinnige Lust auf Island macht. In diesem Thriller steht Island als Setting weniger im Vordergrund, aber allein schon die Namen wirken so ursprünglich. Ich fühle mich in ihren Büchern auf jeden Fall pudelwohl.

„Seelen im Eis“ spielt auf zwei Zeitebenen.
In der Gegenwart lernt man Óðinn kennen, dessen Leben sozusagen gerade neu beginnt. Neben einem neuen Job, muss er sich auch nach und nach im Vatersein zurechtfinden. Nachdem seine Ex-Frau durch einen Unfall ums Leben kam, trägt er nun die Verantwortung für seine 11-jährige Tochter Rún. Bei seiner neuen Arbeitsstelle übernimmt er nach dem plötzlichen verscheiden seiner Kollegin einen ihrer Fälle. Dabei handelt es sich um den Tod zweier Jungs in dem Erziehungsheim Krókur im Jahre 1974. Wie man sich dann vielleicht denken mag, spielt der zweite Handlungsstrang genau zu dieser Zeit, in diesem Heim. Hier wird das Leben zu damaliger Zeit in solch einem Heim sehr gut dargestellt. Es war alles andere als leicht und wenn Faktoren, wie die Liebe, Hass und Eifersucht hinzukommen, stellt dies eine sehr explosive Mischung dar.
Hier kann ich gar nicht sagen, welcher mich mehr gepackt hat. Der um Óðinn und Rún steht mehr im Fokus, aber insgesamt wollte ich in beide Handlungsstränge tiefer eintauchen.

Dass die Geschichte intensive Spannung mit sich bringt, kann ich nicht sagen, aber gruselige Szenen sind vorprogrammiert. Denn dank sich häufenden mysteriösen Geschehnissen im Buch, kann die Autorin wieder eine düstere Atmosphäre erschaffen, welche beiden Zeitebenen zu Gute kommt.

Der Verlauf der Geschichte, vor allem in Hinsicht auf das Zusammenfügen der beiden Zeitebenen, war mir persönlich ein wenig zu offensichtlich. Da bin ich wirklich schnell dahinter gekommen. Dies kann allerdings totaler Zufall sein.
Vielleicht ergeht es euch überhaupt nicht so und ihr tappt bis zum Ende im Dunkeln.
Der Punkt, der mich allerdings am meisten überrascht, geschockt und nachgewirkt hat, ist die letzte Seite des Buches. Puh, Gänsehaut!


Mein Fazit
Auch mit „Seelen im Eis“ konnte mich Yrsa Sigurðardóttir überzeugen.
Ihre Geschichten sind düster, geheimnisvoll und packen bis zum Schluss.
Allen Thriller-Lesern, die auch gerne mal zu Einzelbänden greifen kann ich die Island-Thriller nur empfehlen.
Dieses Buch bleibt mir aufgrund seiner Mitteilung am Ende sowas von in Erinnerung.
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Die Autorin
Yrsa Sigurðardóttir studierte Bauingenieurwesen in Reykjavík und Montreal. Seit 1998 schreibt sie Kinderbücher, im Jahre 2005 erschien ihr erster Kriminalroman »Das letzte Ritual«. Ihre Bücher sind mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Ingenieurin in Reykjavík.
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