Donnerstag, 27. Juli 2017

[Rezension] Shifters - Radikal Böse

Titel: Shifters - Radikal Böse | Autoren: Edward Lee & John Pelan | Verlag: FESTA Verlag 
Preis: 13,95€ (PB) | Seitenanzahl:  384 Seiten 
ISBN: 978-3-86552-447-8
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Horror & Thriller - Band 94

Inhaltsangabe
Captain Jack Cordesman wird an den Schauplatz eines bestialischen Mordes gerufen. Der Tote wurde das Opfer eines Kannibalen. Neben den Bissspuren gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein paar lange, rote Haare.
Als diese Haare auch an weiteren Tatorten gefunden werden, wird klar, dass die Polizei von Seattle es mit einem Serienkiller zu tun hat – mit einer Frau.
(Quelle: FESTA Verlag)


Meine Meinung

LADY IN RED


Als rothaarige Frau war dieses Buch natürlich ein Muss. Wird uns doch immer nur Böses nahegelegt. Ich lese sehr gerne Bücher, in denen sich Autoren an das weibliche Böse trauen. Denn auch wir können!

Wird man als Leser zu Beginn des Buches mit einigen Personen konfrontiert, schafft es das Autorenduo hier einen sehr angenehmen Bogen zu schlagen, wovon ich anfänglich so gar nicht von ausgegangen bin, da die Charaktere schon etwas sehr Spezielles in die Geschichte eingebracht haben.
Ein Dichter, der in der Liebe sehr enttäuscht wurde.
Eine Yacht mit einem ganz besonderen Inhalt, die transportiert werden soll.
Ein Polizeicaptain, der auf seine eigene Art ermittelt und dieses Wesen namens Sciftan.

Auch die Themen Liebe, Vampirismus und Polizeiarbeit konnte ich mir unter einem Hut so gar nicht vorstellen, aber die beiden Autoren haben etwas aus der Geschichte gemacht. Es ist weder als Standardserienkillerbuch, noch als Standardvampirbuch zu verstehen. Es ist eine super Mischung aus beiden.
Der Dichter Locke bringt eine gewisse Poesie und die rothaarige Serienkillerin bringt das Muss an Action und Blut mit in die Geschichte ein.

In welche Richtung sich dieser Mix entwickelt, war mir wie gesagt überhaupt nicht klar. Aber die Idee ist gut und ich kann schon sagen, dass man nicht einfach aufhören konnte zu lesen. Einfach weil man wissen musste, was noch kommt und wie diese etwas andere Idee endet.

Es mag an der Verbindung durch die Haarfarbe liegen, aber am meisten in Erinnerung bleiben mir auf jeden Fall die Szenen mit der weiblichen Protagonistin. Wenn sie in Aktion war, konnte sie keiner stoppen.

Das Ende selbst war kein typisches Edward Lee Ende, aber das finde ich persönlich ganz gut. Es hätte hier einfach nicht gepasst, nochmal in die Vollen zu gehen. Für mich war es ein ruhiges Ende, welches einen guten Abschluss darstellt.
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Die vielen poetisch angehauchten Worte von Locke hätte ich nicht in der Masse gebraucht. Das mag Geschmackssache sein, aber mir erschien es zu viel, so dass ich über seine Herzschmerzzeilen meist nur schnell drüber gehuscht bin.
Hinsichtlich der Red Lady hätte ich hingegen gern mehr gelesen. Dafür, dass sie auf dem Cover so dominant dargestellt ist und ihre Szenen dem Buch den gewissen Pepp gegeben haben, war mir ihr Auftreten zu selten.


Mein Fazit
Dieses Buch vom Autoren-Duo Lee und Pelan konnte mich beim Lesen mitreißen, weil man als Leser wirklich ahnungslos ist, wie sie ihre etwas andere Grundidee umsetzen. Für mich ist diese Zusammenarbeit wieder gelungen. Beide harmonieren also nicht nur im Extrem Genre, sondern auch im Thriller-Genre gut.
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Der Autor
Edward Lee (geboren 1957 in Washington, D. C.). Nach Stationen in der U.S. Army und als Polizist konzentrierte er sich lange Jahre darauf, vom Schreiben leben zu können. Während dieser Zeit arbeitete er als Nachtwächter im Sicherheitsdienst. 1997 konnte er seinen Traum endlich verwirklichen. 
© Festa Verlag

Er lebt heute in Florida und hat mehr als 40 Romane geschrieben, darunter den Horrorthriller Header, der 2009 verfilmt wurde. Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des Extreme Horror. Seine Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für Fans dagegen ist Edward Lee ein literarisches Genie. Er schreibt originell, verstörend und gewagt – seine Bücher sind ein echtes, aber schmutziges Erlebnis.
John Pelan (geb. 1957) ist ein amerikanischer Autor, Herausgeber und Verleger von Science-Fiction und Horrorliteratur. 1986 gründete er seinen ersten Verlag, die Axolotl Press, danach gründete er Darkside Press und Silber Salamander Press.
© Festa Verlag

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