Freitag, 29. Dezember 2023

[REZENSION] Snowblind - Tödlicher Schnee | Horror


Titel: Snowblind - Tödlicher Schnee
Autor: Christopher Golden
Verlag: CrossCult | Seitenanzahl: 455 Seiten 
Kaufen: Hier*
*Affiliate-Link = Wenn du über diesen Link kaufst, fällt eine kleine Provision für mich ab

Inhaltsangabe


Das kleine Städtchen Coventry in New England hat schon tausende Schneestürme erlebt... aber noch keinen wie diesen. Menschen gingen in das weiße Gestöber und kamen nie mehr zurück. Jetzt, zwölf Jahre später, zieht ein weiterer Sturm auf und die Bewohner von Coventry erinnern sich an diejenigen, die sie im Schnee verloren haben. Ein Fotograf trauert um seinen kleinen Bruder. Der Tod seiner Frau hat tiefe Narben im Leben eines Gelegenheitsdiebs hinterlassen. Und auf der anderen Seite des Landes erhält eine Frau einen Anruf … von einem Mann, der seit zwölf Jahren tot ist. Der neue Sturm wird noch schrecklicher als der Letzte werden und die Erkenntnis bringen, dass der Albtraum gerade erst anfängt.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Frostiger geht's kaum und ich liebe es


Wenn der liebe Wettergott es in diesem Jahr mit mir schon nicht gut meint, dann wenigstens Christopher Golden, der Autor dieses Buches, welches schon eine halbe Ewigkeit in meinem SuB-Regal stand. Endlich gelesen. Und ich freu mich drüber.

Ein Blizzard ist für die Region New England angekündigt und auch die Stadt Coventry soll es treffen. Für die Anwohner ist diese Wetterlage nicht wirklich etwas Neues, dennoch ist gleich von Anfang an eine unterschwellig kribbelnde Atmosphäre im Buch vorhanden.
Ihr wisst, was ich meine. Da lag etwas in der Luft. Etwas unvorhersehbar Böses.

Auf den ersten Seiten hatte ich keinerlei Ahnung, wohin mich der Autor in seiner stürmischen Schneelandschaft hinführen will. Dann habe ich irgendwann eine Vermutung gehabt, was im Schnee sein Unwesen treibt. Zur Hälfte des Buches hatte ich dann eine Vermutung, wo der Autor hin möchte und von da an, war ich unheimlich gespannt auf die Umsetzung der Idee. Zur Mitte des Buches war ich tatsächlich kurz skeptisch, aber mit besonderen Momenten, Überraschungen und Wendungen konnte mich Christopher Golden doch gespannt an die Seiten fesseln und ich habe jede Schneeflocke, die durch meinen Kopf wirbelte genossen.
Da war diese eine Nacht, vor zwölf Jahren, die das Leben so vieler Bewohner des Städtchens verändert hat. Ihnen den Boden unter den Füßen weggerissen hat.
Besonders getroffen hat es die Lehrerin Allie, welche sowohl ihren kleinen Sohn, als auch ihren Lebenspartner im Schnee verloren hat. Aber auch TJ und Doug Manning haben einen geliebten Menschen verloren. Und dann wäre da noch Offizier Joe Keenan, der seit dieser Nacht von seinen ganz eigenen Geistern verfolgt wird.

"Die älteren Leute in Coventry werden jeden Winter nervös. In diesem Blizzard sind damals eine Menge Leute umgekommen - etwa achtzehn Menschen. Ich schätze, es verfolgt sie einfach ein wenig." (S. 86)

Dann gibt es ein "Zwölf Jahre später".
Vor allem an Kindern merkt man immer, was zwölf Jahre ausmachen. Aus Kindern werden Erwachsene und aus Erwachsenen werden verzweifelte Erwachsene.
Denn viele plagt immer noch die Frage nach dem Warum?
Warum ist die Mutter von TJ während eines Blizzards vor die Tür gegangen und wurde einige Tage später erfroren unter den Schneemassen entdeckt?
Man spürt diese tiefe Verzweiflung und Traurigkeit hinter den Seiten sehr gut.

Und zwölf Jahre nach dieser verheerenden Nacht, kündigt der Wetterdienst einen weiteren Blizzard an, der eine ähnliche Stärke mit sich bringen soll. 
Und es ist anfänglich vor allem der Offizier Joe Keenan, der diesen Druck im Nacken spürt, als er zu einem Autounfall gerufen wird und zugleich vom Verschwinden eines Jungens gesprochen wird. Die Suche beginnt...

Ich kenne bereits einige andere Bücher des Autors und nach längerer Pause muss ich wieder sagen, dass mir vor allem sein Schreibstil und die Beschreibungen seiner Charaktere in den Büchern zusagen. Mein Highlight in diesem Buch ist eindeutig die Wetterlage. Kalt, stürmisch, eisig, gefährlich. Perfekt!
____________________________________________________________________

Lediglich ein Punkt will mir nicht aus dem Kopf.
Dass ich und ich vermute auch viele andere Leser zur Hälfte des Buches einfach wissen, was der Autor vor hat bzw. was uns auf den folgenden Seiten erwarten wird.
Natürlich nicht 1:1, aber man hat diese Idee. Die Umsetzung ist natürlich so spannend, wie möglich versucht worden umzusetzen, aber dennoch war dieser Punkt für mich ein kurzer Stopp im Buch, an dem ich kurz dachte: och nö.


Fazit

Ein Horrorroman, bei dem mich vor allem der Schneesturm in den Bann ziehen konnte. 
In Verbindung mit dem Cover und Titel des Buches erschafft der Autor hier einfach genau das Feeling, welches man sich als Leser von solch einem Buch erwartet.
Wer also in einer stürmischen Nacht allein zu Hause ist (vom Schnee sehe ich in meinen Breitengraden mal ab^^) und dies am besten bei Stromausfall, der sollte dieses Buch im Regal haben, um es dann ganz passend zur Hand zu nehmen. 
Ich verspreche euch, dass euch egal sein wird, was da draußen passiert.
Weitere Meinungen zum Buch

Der Autor

Christopher Golden ist der Autor zahlreicher Romane, von denen viele zu Bestsellern wurden. Mit mehreren literarischen Preisen ausgezeichnet, schreibt er nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche.

Seine Romane wurden weltweit in vierzehn Sprachen übersetzt und erreichen eine Gesamtauflage von über 8 Millionen gedruckten Exemplaren.
Seine Thriller-Serie Body of Evidence wurde in die Bestenliste der amerikanischen Bibliothekarsvereinigung für junge Leser aufgenommen.

© Buchheim Verlag

Weitere Bücher des Autors


3 Kommentare:

  1. Guten Morgen Andrea!

    Freut mich dass du her den frostigen Grusel bzw. die Atmosphäre so gut hast spüren können! Bei mir ist es ja schon länger her, aber ich hab es in sehr guter Erinnerung. Leider lässt mein Gedächtnis nach, ob ich tatsächlich auch schon so früh eine Ahnung hatte ... das weiß ich einfach nicht mehr.

    Von dem Autor hab ich bisher nur noch "Der Fährmann" gelesen und das hat mir leider gar nicht gefallen. Ich hatte mir da auch eine sehr unheimliche Geschichte erhofft und empfand das Beziehungszeugs viel zu präsent und weichgespült *lach*

    Road of Bones hätte mich auch noch interessiert, aber da waren mir die Meinungen zu wenig begeistert...

    Ich wünsch dir ein wunderschönes Wochenende und einen guten Rutsch!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Aleshanee,
      wenn Bücher solang zurückliegen, ist es wirklich schwer, sich bei der Masse dran zu erinnern.

      Zu Road of Bones habe ich gestern Abend noch bei Nicole reingelegt. Die Grundidee und das Setting klingt wieder ganz nach meinem Geschmack. Aber auf Blut und Massaker habe ich bei sowas eher weniger Lust. Ist also auch bei mir erstmal vom Tisch.

      Ich wünsche dir auch einen guten. Verbringe einen schönen Abend. Hier wird es ganz ruhig ✨️

      Wir lesen uns dann im neuen Jahr.
      Liebe Grüße, Andrea

      Löschen
  2. Hallo Andrea,

    schön, dass du es auch mochtest. Du hast es wirklich zur perfekten Jahreszeit gelesen!

    Den letzten Kniff hat Golden (noch) nicht drauf. Seine Bücher sind einerseits toll, aber dann fehlt eine Kleinigkeit zum Wow-Effekt. Obwohl ich immer spüre, dass das Potential da ist. Das war auch bei "Road of Bones" der Fall, war mir aber zu langweilig, weil eh schon alles klar war.

    Ob das bei "Snowblind" der Fall war, kann ich gar nicht sagen. Mir ist die Geschichte eine Zeit lang zu wenig voran gekommen. Das Buch fand ich aber richtig, richtig gut.

    Liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen

DATENSCHUTZ: Mit dem Absenden deines Kommentars und dem Einverständnis der Kommentar-Folgefunktion bestätigst du, dass du meine Datenschutzverordnung gelesen hast und die Speicherung deiner Daten akzeptierst.