Donnerstag, 10. November 2016

[Rezension] Knochenernte | Band 3

Titel: Knochenernte | Autor: Per Sander
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform 
Preis: 8,99€ (TB), 2,99€ (E-Book) | Seitenanzahl: 260 Seiten 
ISBN: 978-1539833062 | Reihe: der 3/? Fall für Knüppel und Arndt
Kaufen: Hier

Inhaltsangabe
Der dritte Fall für Knüppel und Arndt
Knüppel will nicht darüber nachdenken, dass der 31. Oktober Halloween ist und früher einmal Samhain genannt wurde – daran erinnern ihn allerdings seine Kollegen, als sie vor einer Leiche stehen, der gewaltsam der rechte Oberschenkelknochen entfernt wurde. Arndt beteiligt sich nicht an den Spekulationen, weil ihn zu sehr beschäftigt, dass er keine Ahnung von Ritualen und Aberglauben hat. Immerhin kommt es wirklich selten vor, dass er nicht mitreden kann.
Nichts passt in diesem Fall zusammen. Warum lag neben dem Toten sein bewusstloser Arbeitskollege, der sich angeblich an nichts erinnern kann? Ging es dem Mörder wirklich um den Knochen oder hat er bewusst eine falsche Fährte gelegt? Lässt das symbolträchtige Datum der Tat auf einen okkulten Hintergrund schließen oder ist es nur ein ungünstiger Zufall?
Bevor das Krefelder Ermittlerteam diese Fragen aufklären kann, passiert schon der zweite Mord…
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Leichen in Krefeld


In letzter Zeit verliere ich nicht mehr allzu oft ein Wort über das Cover eines Buches, aber hier komme ich absolut nicht drum herum. Denn ich liebe es. In meiner riesigen Büchersammlung sind Geweihdarstellungen wirklich noch Minderware, demnach geht es mir einfach nicht mehr aus den Kopf. Ich liebe es. Dieser Punkt bringt zwei Folgen mit sich.
Ich brauche dieses Buch als Printausgabe und ich brauche ein Hirschgeweih!
Warum gerade ein Hirschgeweih, dazu später mehr.

Ich habe mich gefreut, dass ich mich in der Buchwelt mal wieder in Deutschland herumzutreiben darf, verschlagen einen doch viel zu viele Bücher ins Ausland.
Wie bereits erwähnt, spielt das Ermittlerteam Knüppel und Arndt in diesem Kriminalroman die Hauptrolle. Allein schon wegen dem Namen Knüppel wird mir dieses Buch beziehungsweise diese Reihe in Erinnerung bleiben. Passt perfekt in das Krimigenre. Da es bereits ihr dritter gemeinsamer Fall ist, hatte ich ein wenig Bedenken, dass ich nicht gleich warm werde mit den beiden, aber es geling besser, als gedacht. Man weiß, wo die beiden stehen. Allerdings möchte ich nun auch die Anfänge ihrer Zusammenarbeit erlesen. Ich weiß nicht, ob es am Namen liegt, aber meine Sympathiepunkte liegen bei Knüppel. Mit dem ist echt gut Zeit verbringen, glaube ich. Was mich ein wenig überrumpelt hat, was das relativ große Team, was an den beiden noch dranhängt. Aber nach den 260 gelesenen Seiten bekomme ich alle auf die Reihe. Ein toller Haufen!

Sowohl der Titel, als auch die bildhafte Darstellung auf dem Buch müssen für mich Erwähnung in dem Buch finden und sei es nur eine einmalige. Hier fand ich beides wieder und dies macht es rund. Und nun nochmal kurz zurück zum Geweih. Der Täter wählte den Hirsch. Warum wird nicht verraten. Ich finde es grandios, da man in Büchern sonst eher die Erwähnung von Widder oder Ziege findet, vor allem, wenn es um etwas Okkultes geht. Und diese Thematik steht ja hier im Raum oder doch nicht?
Auch bei den Hintergründen wusste ich zum Ende des Buches nicht mehr wo vorne und hinten ist. So muss eine Kriminalgeschichte sein.
Jeder Leser, der auf Blut nicht verzichten kann, bekommt dieses hier geboten. Entnahme von Knochen gehen einfach nicht blutlos von statten.
Wo wir wieder bei der Knochenernte wären.
Ihr seht selbst, hier ist alles rund.

Der Fall verspricht ansonsten für alle Leser auf jeden Fall Spannung und Rätseln bis zum Umfallen. Diese Fakten mag ich ja sehr und Per Sander hat mich hier ganz schön ins Schwitzen gebracht. Gefühlt ging die Ermittlung sehr schnell und ich hatte massig Verdächtige im Kopf. Zum Schluss wurde ich dann doch überrascht mit einem grandiosen Ende und einem toll geschlagenen Bogen, der viele Fakten und Details vereint.

Zum Aufbau des Buches sei noch kurz gesagt, dass ich die Kapitellängen super fand und auch der Schreibstil sehr angenehm war. Solche Lektüre liest sich einfach wie im Flug.
____________________________________________________________

Einen Kritikpunkt gibt es dann doch. Ich habe einige Fehlerchen bei Namen gefunden, das heißt hier gab es Vertauschungen. Nun weiß ich nicht, ob es für die TB-Ausgabe bereits überarbeitet wurde oder auch andere Leser darauf aufmerksam werden. Ich bin auf jeden Fall drüber gestolpert und war immer ein wenig verwirrt, weil es den Kontext ein wenig zerriss.


Mein Fazit
Für mich war „Knochenernte“ ein sehr spannender und auch amüsanter Ausflug in den Krimibereich. So muss ein Buch aus diesem Genre einfach sein, denn dann will man diese wieder öfters lesen. Ein interessanter Fall, der tolle Ideen mitbringt und von einem sehr sympathischen Team untersucht wird.
Mehr davon!
Weitere Rezensionen zum Buch
 folgen


Der Autor
1985 im Ruhrpott geboren, mittlerweile aber an den Niederrhein verirrt. In Düsseldorf Germanistik und Anglistik studiert. Viele Jobs gehabt – u.a. Journalist, Ghostwriter und Boxsack im Einzelhandel.
War alles nicht so wirklich was. Krimis sind auf jeden Fall eine bessere Idee.
© Dome Darko
zur Autorenwebsite

Weitere Bücher der Reihe
Der 1. und 2. Fall von Knüppel und Arndt


Weitere Bücher des Autors


 Mein herzlichster Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares gilt

PER SANDER