Donnerstag, 12. April 2018

[Rezension] Sieben Pfeifer

Titel: Sieben Pfeifer | Autoren: Amber Benson & Christopher Golden
Verlag: Buchheim Verlag | Preis: 14,95€ (HC) | Seitenanzahl: 168 Seiten
ISBN: 978-3-946330-05-9
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Inhaltsangabe
In alten Legenden heißt es, man höre in stürmischen Nächten manchmal ein seltsames Pfeifen, gefolgt vom Erscheinen riesiger schwarzer Hunde. Aber dies sind keine gewöhnlichen Kreaturen, sondern dämonische Wesen, entfesselt von der wilden Jagd auf verlorene Seelen. Nur selten sieht man mehr als einen von ihnen zur selben Zeit, doch wenn alle sieben gemeinsam erscheinen sollten, sei das Ende der Welt gekommen.
In der malerischen Stadt Kingsbury mitten in Vermont betrauert Rose Kerrigan den Tod ihres Großvaters, eines liebenswürdigen, aber seltsamen alten Mannes. Schon bald wird sie von der Legende der Sieben Pfeifer erfahren, denn die gespenstischen Hunde sind nach Kingsbury gekommen und jagen eine Seele, die man vor ihnen verborgen hat. Zuerst ist es nur einer, doch es werden mehr, je länger sie nicht finden, wonach sie suchen.
Und wenn alle sieben Dämonen zusammenkommen…
(Quelle: Buchheim Verlag)


Meine Meinung

Eine keltische Legende super umgesetzt


Die Novelle „Sieben Pfeifer“ von dem Autorenduo Benson und Golden ordnet sich im Genre Mystery- Horror ein.

Als ich vor Erscheinen von dem Titel hörte, hatte ich keinerlei Vermutung, was da inhaltlich auf mich zukommen wird. Christopher Golden‘s Händchen fürs Schreiben und dem Erschaffen einer passenden Atmosphäre kenne ich bereits aus dem Horrorroman „Der Fährmann“, mit dem der Buchheim Verlag sich in der Buchszene etablieren konnte. Nun war ich sehr gespannt auf das Ergebnis der Zusammenarbeit mit der Autorin und Schauspielerin Amber Benson.

„Der Tod ist auf der Jagd nach mir, Rose“ (S. 18)

Dies sind die Worte des völlig verschreckten Walter Hartung zu seiner Enkeltochter Rose Kerrigan. Walter lebt in einem Pflegeheim in Kingsbury und als Leser wird schnell klar, dass die beiden Autoren den Leser sofort in die Haupthandlung einführen. Es geht los…

Als Rose an diesem Tag das Pflegeheim verlässt und sich auf den Weg zu einem Treffen macht, hört sie dieses Geräusch zum ersten Mal. Sie kann es zuerst kaum in Worte fassen, aber es klingt nach einem Pfeifen.
Parallel hört auch ihr Großvater das Pfeifen, der allerdings eine ganz andere Reaktion zeigt als seine Enkelin.

Nach diesem Abend macht Rose eine weitere seltsame Entdeckung.
Von der Hütte ihrer Eltern aus sieht sie einen silbernen Hirsch und hört wieder dieses Pfeifen. Was hat das alles nur zu bedeuten. Plötzlich schlägt Lucy, der Hund ihrer Eltern, auf etwas an. Folgen tut ein schreckliches Szenarium, welches Rose nicht mehr loslässt.

Im Mittelteil der Haupthandlung konnte das Duo mit einer Auflockerung der Rahmenhandlung punkten. Nicht nur Rose wird von seltsamen Ereignissen verfolgt, in ganz Kingsbury geschehen den Einwohnern seltsame Dinge. Dass dies in die Geschichte mit eingeflossen ist, machte die ganze Thematik für mich nur umso schauriger.

Was es mit diesem Pfeifen auf sich hat, erfährt Rose erstmals häppchenweise von ihrer Großmutter Isobel. Eine keltische Sage besagt, dass es sich bei den Sieben Pfeifern um Unheilsbringer handelt, welche von der Hölle ausgesandt worden sind.
Ein persönlicher Besitz ihres Großvaters lässt Rose weitere Rückschlüsse ziehen, aber schafft sie es, das Rätsel noch rechtzeitig zu lösen?
Vier Pfeifer wurden bereits gesichtet. Sollten alle sieben zusammenkommen, wartet Schreckliches auf sie.

Ich hätte niemals damit gerechnet, dass mir Hunde in Kombination mit einem schrillen Pfeifen eine Gänsehaut verschaffen können. Die Covergestaltung vom Illustrator John Howe versetzt den Betrachter und Leser in die gewünschte Stimmung. Man weiß nicht was kommt und die beiden Autoren schaffen es, den gewünschten Höhe- und Wendepunkt in die 165-seitige Novelle perfekt einzuarbeiten. Mich konnten vor allem das provozierte Kopfkino und die Grundidee um die existierende Legende begeistern.

Meiner Meinung nach fehlt diesem Buch nichts.
Es bringt einen mysteriösen Start mit sich, einen schaurigen und spannenden Mittelteil und ein alles klärendes Ende mit sich.
Die Autoren beschränken sich auf ein Mindestmaß an Charakteren, welche alle auf ihre Art und Weise zur Geschichte beitragen.


Mein Fazit
Wieder einmal erschafft Christopher Golden, hier in Zusammenarbeit mit der Autorin Amber Benson etwas Großes. Über eine wiederholte Kooperation der beiden würde ich mich sehr freuen. Die Chemie passt einfach, dass merkt man beim Lesen, und auch bei dem eingefügten Interview vorab der Geschichte, sofort.
Die Legende um die „Sieben Pfeifer“ wird mir noch lange im Kopf herum schwirren und wieder ist dieses Buch der Beweis dafür, welche tollen Geschichten aus mythologischem Hintergrundwissen entstehen können.
Der Buchheim Verlag hat in dieses Werk wieder sehr viel Herzblut und Arbeit hinein gesteckt und ich freue mich bereits auf das kommende Projekt.

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Die Autoren
AMBER BENSON ist ein echtes Multitalent. Bei uns vor allem bekannt als Tara Maclay aus der Fernsehserie Buffy – Im Bann der Dämonen, schreibt sie neben ihrer Karriere als Schauspielerin Bücher und Drehbücher, führt Regie und arbeitet als Produzentin.
Zusammen mit Christopher Golden hat sie für die BBC die Trickfilmreihe Ghosts of Albion konzipiert und produziert. Mit den Sieben Pfeifern ist eine ihrer fantasievollsten Arbeiten nun auf Deutsch erhältlich.
© Buchheim Verlag

CHRISTOPHER GOLDEN
 ist der Autor zahlreicher Romane, von denen viele zu Bestsellern wurden. Mit mehreren literarischen Preisen ausgezeichnet, schreibt er nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche.

Seine Romane wurden weltweit in vierzehn Sprachen übersetzt und erreichen eine Gesamtauflage von über 8 Millionen gedruckten Exemplaren.
Seine Thriller-Serie Body of Evidence wurde in die Bestenliste der amerikanischen Bibliothekarsvereinigung für junge Leser aufgenommen.
© Buchheim Verlag

 
Der Illustrator
John Howe zählt zusammen mit Alan Lee und Ted Nasmith zu den bedeutendsten Illustratoren der Werke J.R.R. Tolkiens. Howe und Lee waren die leitenden Künstler bei Peter Jacksons Film-Trilogie Der Herr der Ringe.
Daneben hat Howe Illustrationen für den gleichnamigen Roman, für Der Hobbit und Das Silmarillion sowie zahlreiche weitere Fantasy-Titel geschaffen. Auch als Experte für mittelalterliche Rüstungen und Waffen hat er sich hervorgetan.

Howe wurde 1957 in Vancouver, Kanada, geboren und ist in British Columbia aufgewachsen. Er studierte an der Ecole des Arts Décoratifs (Hochschule der Künste) in Straßburg.
Er lebt heute im schweizerischen Neuchâtel als freiberuflicher Illustrator mit seiner Frau Fataneh (ebenfalls Illustratorin) und dem gemeinsamen Sohn Dana (wer weiß, was er mal wird, aber er spielt sehr gut klassische Gitarre).
© Buchheim Verlag

weitere Bücher des Verlages


das kommende Projekt

Das Projekt ist die deutsche Veröffentlichung von "The Silence" von Tim Lebbon.
Im September 2018 soll sowohl das Buch, als auch der Film zum Buch erscheinen.
Ich freue mich sehr auf diese Kombi.




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