Mittwoch, 31. Juli 2019

[Rezension] USA 2084 | Andrea

Titel: USA 2084 | Autor: Pjotr X
Verlag: Blutwut Verlag
Seitenanzahl: 322 Seiten 
Kaufen: Hier
Leseempfehlung ab 18 Jahre

Inhaltsangabe
USA 2084: Die Zukunft Amerikas sieht rosig aus. Eine frivole Wohlstandwelt voll sexueller Exzesse, in der es sich angenehm leben lässt. Wäre da nicht das Relikt der weltweiten Hungerkrise aus den 2040ern: Die Schlachtquote. Ein Prozent jedes Jahrgangs wird im Alter von neunzehn geschlachtet und als Delikatesse zum Verzehr freigegeben.

Die lebenslustige Jessica isst gern Menschenfleisch. Mit ihrer Klasse besichtigt sie einen der vier amerikanischen Human-Schlachthöfe in San Francisco und erhält eine Ahnung davon, was die »Auserwählten« erwartet. Für sie und ihre Mitschüler ist das normal. Keiner der Teenager glaubt daran, zu dem einen Prozent zu gehören. Die Realität ist grausam aber längst nicht das Schlimmste. Die wahren Geheimnisse der Schlachthöfe offenbaren sich Jessica erst, als sie selbst auserwählt wird...
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung

Lifestyle 2084: Fun, Sex und Foltertod


Ja auf diesem Cover findet man das Wort Hardcore und es ist auch eine Leseempfehlung ab 18 Jahren empfohlen. Gleich zu Beginn will bzw. muss ich sagen, dass diese Empfehlung wirklich gerechtfertigt ist.
Also alle unter 18 Jahren… versucht erst gar nicht weiterzulesen.
Dieses Buch ist absolut NICHTS für euch!

An alle anderen… ich habe schon viele Hardcorebücher gelesen und dennoch hat mich dieses Buch fast einen Monat lang begleitet. Nicht weil es schlecht war, sondern weil ich verdauen musste. Ein Ekelfaktor ist absolut da, aber nicht diesen musste ich schlucken, sondern die große Hoffnung und wenn es sein muss, bete ich sogar zu Gott (an den ich eigentlich nicht glaube), dass diese Szenario NIEMALS eintreten. Im Jahr 2084 bin ich wenn dann 95 Jahre und habe die Hoffnung dieses Spektakel nicht mehr miterleben „zu dürfen“.

Pjotr X konnte mich mit seiner Idee total abholen und auch in einen Bann ziehen, aber auf was für Dinge er da alles gekommen ist, allein dafür hat der gute Mann einen Preis verdient. Ich habe wirklich schon viel gelesen, aber bei Sperma Makeup, Sexautomaten und Gangbanggeburtstagen hatte ich sprichwörtlich zu schlucken.
Betrachte ich meine Einstellung zum Thema Sex, kann ich sagen: her damit.
Ich habe kein Problem darüber zu lesen, geschweige denn darüber zu sprechen.
Aber was unsere Prota Jessica in der Zukunft erlebt und anspricht… Holla die Waldfee.
2084 führen über 90% der Paare eine offene Beziehung.
Knutschen wird als weitaus intimer, als Oralverkehr bezeichnet.
Jeder hat eine Smartwatch, die Dinge sehen lässt, auf die ich jeder Zeit verzichten kann.
Ich könnte euch hier ewig viele Textstellen und allgemeine Themen aufführen, aber das würde euch einfach zu viele Momente vorwegnehmen.

Und dann nicht zu vergessen, das eigentliche Thema: Schlachtung.

Die Überbevölkerung und die Hungerkrise brachten die USA dazu ein Gesetz einzuführen. 1% aller Neunzehnjährigen werden jährlich zur Schlachtung gebeten.
Für viele ein Graus, für einige eine Ehre.
Auf Schulausflügen werden die Schlachthöfe besichtigt.

Und plötzlich erhält Jessica Green ihre eigene Einladung zur Schlachtung.
„Am Donnerstag, dem 25. Mai 2084, im Schlachthof San Francisco
GPS: 37.5707128 N – 122.3967226 W
(Anreisedetails entnehmen Sie bitte der Beilage.)
Ihre Schlachtnummer: JG 23810-2084Cal“ (Pos. 896)

Bis hierhin hatte ich keine Idee, in welche Richtung der Autor die Story laufen lässt. Aber so viel sei verraten: Jessica nimmt uns mit in den Schlachthof.
Wir sind live dabei und erfahren jedes Futzelchen ihres Schicksals.

Traust auch du dich?


Mein Fazit
Ein Hardcore-Buch, welches mich an meine Grenzen gebracht hat.
Ich ziehe meinen Hut vor dem Ideenreichtum des Autors, auch wenn mir bei so einigen Parts die Kinnlade in den Kniekehlen hing und ich nicht wusste, ob ich weinen oder lachen soll.
Schreibstiltechnisch habe ich überhaupt nichts zu meckern.
Stellenweise war es mir nur einfach zu viel.
Ich kann gar nicht sagen, ob zu viel Sex, zu viel Blut oder zu viele abgefahrene Ideen.
Als Leser muss man hier einiges abkönnen.
Aber wie sagt man so schön..
Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Also an alle Hardcore-Fans: Ran da!
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Der Autor
Aufgewachsen zwischen Ruhrgebiet und Münsterland
Abschluss als Volkswirt an der Universität Münster
Wohnt in Hamm (in Westfalen)
Financial Adviser – Thailandliebhaber – Horrorautor
Pjotr X hat lange als Verkäufer und Finanzberater gearbeitet, wobei er es gelernt hat, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. In jungen Jahren schrieb er bereits in den 1990ern ein erstes Buch, eine frivole Geschichte über den Start ins Leben. Gegenüber seinen heutigen Büchern, krasser Horror gepaart mit Pornoelementen, eine Jugendsünde, aber bereits voller Erotik.
Seine Liebe für extremsten Horror entdeckte Pjotr X erst spät. Bizarre Geschichten mit Motiven wie grausame Hinrichtungen, Folter und Verstümmelungen bis hin zum Kannibalismus weckten vor einigen Jahren seine Schreibleidenschaft erneut, wobei es für ihn keine Hemmschwelle gibt.

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