Mittwoch, 16. Juli 2014

Rezension "Die verlorenen Spuren"

Titel: Die verlorenen Spuren
Autor: Kate Morton
Seitenanzahl: 608 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Preis: 9,99€
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Inhaltsangabe
England, Greenacres Farm 1961: Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag?

 Laurel ihre Mutter Dorothy ist Anfang 90 und liegt in einem Pflegeheim im Sterben. Durch ein Foto wird Laurel auf die Vergangenheit ihrer Mutter aufmerksam und bemerkt, dass sie nichts über die jungen Jahre ihrer Mutter weiß. Nur eins weiß sie genau, im Sommer 1961 hat sie ihre Mutter beobachtet, wie diese, einen ihr fremden Mann erstochen hat und seit diesem Vorfall nie wieder jemand darüber ein Wort verloren hat. Wer war dieser Mann? Was wollte er von ihrer Mutter? Und wieso hat ihre Mutter ihn mit dem Kuchenmesser erstochen?

Laurel begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter, in die Jahre des zweiten Weltkrieges und versucht herauszufinden, was damals in London vorgefallen ist und warum ihre Mutter auf dieser Art von ihrer Vergangenheit eingeholt wurde.

Auf ihrer Reise in die Vergangenheit lernt sie ihre Mutter auf eine ganz andere Weise kennen, erfährt viel Ungesagtes und Dinge, die ihr Bild über ihre Mutter vollkommen verändern.

 Optik
Wie alle vorhergehenden Bücher von Kate Morton zeigen sie einen traumhaften, idyllischen Ausschnitt einer Landschaft. Eine weite Rasenfläche, umgeben von Bäumen und am Ende ein wunderschönes englisches Herrenhaus. Ich liebe es einfach. Und es passt perfekt zu den anderen 3 Bänden im Bücherregal.

Meine Bewertung
3 Bände von Kate Morton habe ich schon gelesen: Der verborgene Garten, Das geheime Spiel und die fernen Stunden. Und jedes einzelne Buch beinhaltete eine atemberaubende Geschichte. Aus diesem Grund habe ich große Erwartungen an das vierte Buch gehabt und über ein Jahr auf die Taschenbuchausgabe warten müssen.

Auch bei diesem Buch war ich ab den ersten Seiten gebannt. Der mysteriöse Mord im Sommer 1961 hat mich total zum Rätseln angeregt. Wer war der Mann? Und je mehr männliche Charaktere im Buch dazukamen, desto interessanter wurde es. Wer von ihnen war es oder war es gar kein Hauptcharakter der Geschichte.

Total interessant fand ich die Reise in die Zeit des 2. Weltkrieges. Schauplatz war hier in London. Man merkt als Leser, wie sehr sich die Autorin mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, denn sie konnte die zerstörerische Zeit sehr bildhaft beschreiben. Als Leser sah und hörte man förmlich die Bombenangriffe über London. Wirklich sehr gut geschrieben.

Wie in jedem ihrer Bücher ist jedoch das „Familiengeheimnis“ das eigentliche Highlight des Buches. Nach 3 gelesenen Büchern von ihr, probiere ich jedes Mal beim Lesen noch vorausschauender zu denken, was das Geheimnis sein könnte und ich muss euch gestehen, ich lag wieder komplett falsch. Natürlich ist es für die Spannung und das Ende wieder von Vorteil gewesen, dass ich keine hellseherischen Fähigkeiten habe.

Fazit
Als wahrer Fan von Kate Morton und des idyllischen Englands, mit seinen traumhaften Landschaften und Herrenhäusern kann ich dieses Buch jedem empfehlen, auch wenn er nur ein halb so großer Fan ist wie ich. Wenn man zudem interessiert ist an einer lebhaften Darstellung von London im 2. Weltkrieg, lest dieses Buch!

Das Buch bekommt 5 von 5 Sternen.