Sonntag, 20. Mai 2018

[Hörbuch- Rezension] Bighead

Titel: Bighead | Autor: Edward Lee
Verlag: FESTA Verlag | Preis: derzeit 14,95€ anstatt 16,99
ISBN: 978-3-86552-608-3
Reihe: Redrum Audio
Kaufen: Hier

Das Hörbuch beinhaltet MP3-CD's und es ist ungekürzt.
Gesprochen wird das Hörbuch von Kai Schulz.
Insgesamte Hörzeit: 9 Std.

© FESTA Verlag

Inhaltsangabe
Nachdem sein Großvater gestorben ist, sitzt Bighead ganz alleine in der Hütte irgendwo im tiefen Wald von Virginia. Als das letzte Fleisch verzehrt ist, treibt ihn der Hunger hinaus in die »Welt da draußen«, von der er bisher nur von seinem Opa gehört hat...

Wer oder was ist der Bighead? Wieso hat er einen Kopf so groß wie eine Wassermelone? Ist er ein mutierter Psychopath? Was er auch immer ist, Bighead ist unterwegs und hinterlässt eine Spur aus Blut und Grauen.
(Quelle: FESTA Verlag)


Meine Meinung

Bighead muss man einfach kennen


Bighead als Printausgabe war vor Jahren mein Startschuss mit dem Festa Verlag.
Wer offen für das Genre Horror ist, dem kann ich dieses Werk auf jeden Fall als Einstiegsbuch empfehlen. Natürlich sei an dieser Stelle gesagt, dass es eindeutig „sanftere“ Werke im Verlag gibt.
Denn „Bighead“ strotzt vor Gewalt, Sex und Obszönität.

Als Hörbuchliebhaberin freue ich mich sehr, dass der Festa Verlag die Redrum Audio Reihe herausgebracht hat. Da dachte ich mir doch, dass ich Bighead einfach nochmal auf den Ohren genießen kann. Denn die Geschichte um Bighead ist noch nicht vorbei. In einem Extremband geht Edward Lee nochmals auf die Story ein, da macht es noch mehr Sinn, die Story nochmal zu verinnerlichen.

Fakt ist, dass die Story vor Jahren so präsent war, dass ich gewisse Szenen noch 1A im Kopf hatte. Die Story drum herum ist ein wenig verloren gegangen, aber daher fiel die Wahl auf das Hörbuch.

Gesprochen wurde das Hörbuch von Kai Schulz.
Für mich eine neue Stimme, die ca. 10 Minuten gewöhnungsbedürftig war, aber an der ich dann sehr schnell Gefallen gefunden habe.
Vor allem die wechselnden Erzählperspektiven hat er super gemeistert.
Highlight ist natürlich die Bighead-Perspektive.

Für mich der einzige Nachteil an einem Hörbuch, welcher aber nicht in meine Bewertung einfließt, ist, dass interessante Zitate verloren gehen, die man sich beim Lesen markiert hätte. Aber nun gut, damit kann ich euch dieses Mal also nicht dienen.

Zur Story sei gesagt, dass der Anspruch nicht allzu hoch ist, einfach weil man als Hörer oder auch Leser nicht viel nachdenken muss. Man muss lediglich in der Lage sein, viele gewaltvolle Informationen schnellstmöglich zu verarbeiten, bevor bereits der nächste Schocker folgt.
Bighead’s Weg verfolgen wir durch die Wälder von Virginia. Sein einziger menschlicher Bezug stirbt und Bighead möchte mehr sehen von der Welt.
Hinterlassen tut er eine Schneise aus Blut und Gewalt.

Parallel lernt man auch drei weibliche Charaktere kennen. Jede der drei Frauen trägt ein Geheimnis mit sich.
Charitiy hat einfach kein Glück mit den Männern.
Jerrica kann ihrem Partner einfach nicht treu bleiben und Charity’s Tante Annie verheimlicht etwas in Bezug auf die Vergangenheit.

Was bei einem Buch von Edward Lee absolut nicht fehlen darf, sind Hinterwäldler.
Meine erste lesende Begegnung war ein Schock, denn Lee schreibt, wie die Hinterwäldler sprechen, was absolut gegen meine erworbenen Deutschkenntnisse entsprach. Hörend war es ein Genuss, da konnte ich den Kopf eindeutig besser ausstellen und mich darauf einlassen.

Der Autor arbeitet in der Story auf den großen Showdown hin.
Mir war der überraschende Ausgang bereits bekannt, dennoch fand ich die Grundidee des Endes gelungen, ABER wie bereits beim Lesen war es das Ende, welches einfach nicht meins war. Hier bedient sich der Autor an sci-fi- ähnlichen Mitteln und das ist einfach totale Geschmackssache.
Meins ist es nicht, dennoch würde ich diese Story immer wieder lesen oder hören, da kann ich die 20 Seiten zum Ende verkraften.


Mein Fazit
Bighead ist meiner Meinung nach eines von Lee’s besten Werken.
Auch wenn er nur eine Romanfigur ist, schaudert es mich zum einen und zum anderen verspüre ich einen Funken Mitleid mit ihm.
Vor allem mochte ich hier aber die Story drum herum. Es war frisch und überraschend und ich hoffe, dass die Geschichte sich nach dem zweiten Mal noch intensiver in den Erinnerungen verankert.


Weitere Rezensionen zum Buch
  

Der Autor
Edward Lee (geboren 1957 in Washington, D. C.). Nach Stationen in der U.S. Army und als Polizist konzentrierte er sich lange Jahre darauf, vom Schreiben leben zu können. Während dieser Zeit arbeitete er als Nachtwächter im Sicherheitsdienst. 1997 konnte er seinen Traum endlich verwirklichen.
Er lebt heute in Florida und hat mehr als 40 Romane geschrieben, darunter den Horrorthriller Header, der 2009 verfilmt wurde. Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des Extreme Horror. Seine Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für Fans dagegen ist Edward Lee ein literarisches Genie. Er schreibt originell, verstörend und gewagt – seine Bücher sind ein echtes, aber schmutziges Erlebnis.

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