Mittwoch, 1. Juni 2016

[Rezension] Mister Torso - und andere EXTREMitäten

Titel: Mister Torso und andere EXTREMitäten | Autor: Edward Lee 
Verlag: FESTA Verlag | Preis: 12,80€ (TB) | Seitenanzahl: 256 Seiten 
ISBN: ohne ISBN/ Privatdruck | Leseprobe: Hier
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Band 17 der FESTA Extrem Reihe
ACHTUNG!!! ab 18 Jahren


Inhaltsangabe
Neun Erzählungen von Edward Lee, die seine obszöne literarische Klasse zeigen. Und natürlich geht es wieder um seine Lieblingsthemen: Sex, Rednecks und Monster – und das alles gewürzt mit Zynismus und blutiger Gewalt.
(Quelle: FESTA Verlag)


Meine Meinung

Für alle, die 9 mal einen Adrenalinschub suchen…


„Mister Torso und andere Extremitäten“ ist eine Kurzgeschichtensammlung vom Meister des Extreme Horror Edward Lee.

Die neun Kurzgeschichten
Mister Torso (1994)
Miss Torso (2003)
Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen (1999)
Der Dritophile (2002)
Makak (2004)
Die Mutter (1999)
Der Falsche (1993)
Das Baby (2003)
Das McCrath Modell SS40-C, S-Serie (2002)

Wer sich den Titel auf der Zunge zergehen lässt, ahnt was kommen wird. Das Cover ist für mich bombastisch gut getroffen. Abartig und dennoch so schön anzuschauen.

Da es sich um Kurzgeschichten handelt, werde ich euch alles, außer den Inhalt erzählen. Diese neun Herzaussetzer, Kopfschüttler, Kinnladenöffner und würgereizauslösenden Kurzgeschichten sollt ihr euch doch bitte selbst zu Genüge tun. Ich hatte mit diesem Werk wieder diese Momente, die mir in den letzten Monaten wirklich gefehlt haben. Einerseits will man dieses Buch am liebsten in die Ecke schmeißen und fragt sich, WIE kommt Mister Lee auf solche Ideen, andererseits kann man es einfach nicht aus der Hand legen.

Mich hat meist jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Geschichte begleitet. Mein Partner lebt immer in ständiger Angst und Aussagen wie „wer weiß, was du nachts träumst, wenn du vorm Schlafen SOWAS liest“, zaubern mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Wichtig wieder an dieser Stelle: lieber vor dem Schlafen, als vor dem Essen ;)

Wie vom FESTA Verlag immer schön auf der Verlagsseite angegeben, wird dieses Buch beherrscht von Brutalität, Sex und Obszönitäten. Gerade das Thema Sex in diesem Genre war für mich anfangs etwas befremdlich. Mittlerweile ist Sex á la Edward Lee nicht mehr aus meiner Horrorbuchwelt wegzudenken.

Als Person, die sich sehr dran versucht immer hochdeutsch zu sprechen, ist Lee mit seinen Hinterwäldlern immer wieder ein Highlight. Hier traf mich diese ganz besondere Ausdrucksweise gleich in der ersten Geschichte an. Zwischenzeitlich fühle ich mich wie eine Analphabetin, aber auch dieser Fakt sollte euch nicht abschrecken, er gehört einfach dazu und ist in dieser Kurzgeschichtensammlung lediglich Inhalt der ersten Geschichte.
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Kritikpunkt möchte ich es nicht nennen, eher Geschmackssache. Bei 3 Geschichten konnte Herr Lee mich nicht ganz überzeugen, aufgrund von eingebrachten Elementen, die von mir aus gerne weggelassen oder anders umgesetzt werden können. Meine detaillierte Bewertung zu jeder einzelnen Geschichte könnt ihr in meinem Fazit nachlesen.


Mein Fazit
Wie nicht anders zu erwarten, kann ich auch den 17. Extrem Band als Lesegenuss bezeichnen. Lee’s Ideen und deren literarische Umsetzung sind einfach einzigartig und bleiben Gott sei Dank oder doch eher leider länger im Gedächtnis.
Wer Gewalt, Ekel, Blut und blanken Extreme Horror sucht, findet ihn hier!
Mister Torso (5/5)
Miss Torso (5/5)
Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen (4/5)
Der Dritophile (5/5)
Makak (3/5)
Die Mutter (3/5)
Der Falsche (3/5)
Das Baby (4/5)
Das McCrath Modell SS40-C, S-Serie (5/5)

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Der Autor
Edward Lee (geboren 1957 in Washington, D. C.). Nach Stationen in der U.S. Army und als Polizist konzentrierte er sich lange Jahre darauf, vom Schreiben leben zu können. Während dieser Zeit arbeitete er als Nachtwächter im Sicherheitsdienst. 1997 konnte er seinen Traum endlich verwirklichen.
Er lebt heute in Florida und hat mehr als 40 Romane geschrieben, darunter den Horrorthriller Header, der 2009 verfilmt wurde. Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des Extreme Horror. Seine Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für Fans dagegen ist Edward Lee ein literarisches Genie. Er schreibt originell, verstörend und gewagt – seine Bücher sind ein echtes, aber schmutziges Erlebnis.
© Festa Verlag

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Ich bedanke mich für dieses Lesevergnügen