Sonntag, 28. August 2016

[Rezension] Märchenwald

Titel: Märchenwald | Autor: Martin Krist | Verlag: Ullstein Buchverlage
Preis: 9,99€ (TB) | Seitenanzahl: 416 Seiten 
ISBN: 978-3-548-28764-5 | Kaufen: Hier
Reihe: Band 5/?  der "Paul Kalkbrenner- Reihe"


Inhaltsangabe
Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa ...«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.


Meine Meinung

Eine Autobahnfahrt mit Martin Krist


Das Wort Autobahnfahrt kam mir in den Sinn, weil dieser Thriller einen einfach mitreißt. Der Autor wartet nicht lange mit unnötigem Vorgeplänkel, sondern wirft uns gleich mitten ins Geschehen. Und so muss das meiner Meinung nach sein bei einem Thriller.

Für mich ist es der erste Band der Ermittlerreihe um Paul Kalkbrenner und ich muss sagen, dass es mich überhaupt nicht gestört hat, dessen Vorgeschichte nicht zu kennen. Allerdings steht für mich nun fest, dass ich auch seine vorhergehenden Fälle lesen möchte.
Vor allem Paul Kalkbrenner an sich fand ich unheimlich sympathisch und humorvoll. Ein Mann genau nach meinem Geschmack in so einer Story.

In „Märchenwald“ treffen wir auf drei verschiedene Handlungsstränge. Zum einen begleiten wir die Geschwister Max und Ellie auf ihrem Weg zu ihrem Großvater durch den Märchenwald (ganz Berlin). Zum anderen dürfen wir rätseln, wer Zoe, die Frau ohne Gedächtnis ist.
Bei den beiden Geschwistern hatte ich von vornherein eine kleine Vermutung, aufgrund einer schwer verständlichen Aussage deren Mutter. Bei Zoe war ich mir allerdings bis zum Ende nicht wirklich sicher, wie sie in die Geschichte hineinpasst.
Der dritte Handlungsstrang gehört natürlich zu Herrn Kalkbrenner und seinen Fortschritten in dem sehr mysteriösen Fall.
Absoluter Pluspunkt war, wie gut die verschiedenen Sichtweisen im Buch miteinander verflochten waren. Gefühlt standen alle Charaktere in Berlin in einer Straße und die Geschichte lief weiter. Durch dieses nahe beieinander sein fiebert man als Leser natürlich immer doppelt so sehr mit.

Zu einem Thriller gehört Spannung und diese bot uns der Autor auf jeden Fall. Durch gekonnt gesetzte Kapitelabbrüche, durchgehend kurze Kapitel und einem sehr flüssigen Schreibstil war es ein Pageturner durch und durch.

In Hinsicht auf Ideen waren für mich einige Highlights dabei. Mysteriöse Funde im Gefrierschrank und Elemente aus dem Märchen Hänsel und Gretel konnten mich total begeistern. Absolut nichts für zarte Gemüter und nervöse Mägen, aber absolut etwas für mich.
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Einziges Manko für mich war tatsächlich das zu schnelle Ende. Der Autor mit seiner Story kam mir fast ein wenig gehetzt vor. Als wenn die Geschichte nun ein plötzliches Ende finden muss. Da zum Schluss doch noch einiges ans Licht kam, wurde auf diese Geschehnisse zu wenig eingegangen. Es wäre spannend gewesen noch mehr über die Hintergründe zu erfahren.


Mein Fazit
Meinen Einstieg in die Welt von Paul Kalkbrenner habe ich absolut nicht bereut.
Ein absolut spannender Fall, kombiniert mit einem interessanten Protagonisten und einem bombastischen Schreibstil macht dieses Buch einfach lesenswert.
Zu dem ist dieses Buch allein einen Coverkauf wert.
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Der Autor
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin.
» www.martin-krist.de
© www.martin-krist.de

Weitere Bücher der Reihe
(Band 1 – 4)


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     Mein herzlichster Dank für die Bereitstellung des Leseexemplares gilt

Martin Krist

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