Freitag, 5. August 2016

[Rezension] Mein Böses Blut

Titel: Mein Böses Blut | Autor: Geoffrey Girard | Verlag: One
Preis: 10,00€ (HC) | Seitenanzahl: 336 Seiten | ISBN: 978-3-8466-0007-8
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Inhaltsangabe
Jeff dachte immer, dass er ein Teenager ist wie jeder andere. Doch an seinem 16. Geburtstag erfährt er das Unglaubliche: Er ist ein Klon des Serienkillers Jeffrey Dahmer! Und es gibt weitere jugendliche Klone. Im Rahmen eines streng geheimen Regierungsprojekts, unter der Beobachtung von Wissenschaftlern, durften manche von ihnen wohlbehütet aufwachsen, andere erlebten dagegen die Kindheit ihres Originals. Nun sind einige von ihnen ausgebrochen. Gemeinsam mit  dem Polizisten Castillo, der die entflohenen Jugendlichen wieder einfangen soll, jagt Jeff den Killern quer durch die USA hinterher...
(Quelle: One)


Meine Meinung

Ein Thriller für Jugendliche…


Wem dieser Klappentext ein wenig bekannt vorkommt, der irrt sich nicht, denn dieses Buch gibt es bereits als Erwachsenenbuch. Bereits 2014 wurde „Verdorbenes Blut“ von Geoffrey Girard bei Bastei Lübbe veröffentlicht. In diesem Buch geht es um die Klone der Serienmörder, ihre Taten, ihre Opfer, ihre Charakterzüge. Man lernt auch den kleinen Jeff als einen der Klone kennen, dieser steht jedoch nicht im Fokus. In „Verdorbenes Blut“ verfolgt man die Geschichte um Castillo, der die Klone jagt.

Die Grundstory ist absolut die gleiche. Allerdings sind Faktoren, wie Gewalt und Blut in „Mein Böses Blut“ deutlich herabgesetzt. Auch die Informationen zu den einzelnen im Buch vorkommenden Serienmördern wurde nicht so explizit im Buch besprochen und wenn wurde brutale Details vorwiegend weggelassen. Es ist halt wirklich eine Young Adult Version von „Verdorbenes Blut“.

An dem Schreibstil und dem Aufbau des Buches selbst, hatte ich auch hier keinerlei Probleme während des Lesens. Ein flüssiger Schreibstil trifft auf kurze Kapitel und ein paar grafische Auflockerungen. Denn der liebe Jeff macht sich zur Aufgabe Castillo bei der Suche nach den anderen jugendlichen Klonen zu helfen. Um sie aufzuspüren muss er seltsame Zeichnungen seines Vaters lösen. Dieses Detail kannte ich schon, aber die Idee ist einfach gut gemacht und gut ins Buch eingebracht.

Natürlich hat dieses Buch nicht nur eine oberflächliche Handlung, sondern auch ein tiefgründiges Thema, welches behandelt wird.
Wird der Klon eines Serienmörders ebenso gewalttätig?
Ist eine gegebene DANN durch Erziehung und Umweltfaktoren zu beeinflussen?
Und allein der Gedanke, ob es dieses Klonen wirklich gibt?

Auch der 16-jährige Jeff stellt sich die Frage, ob er so werden wird wie der bekannte Serienmörder Jeffrey Dahmer oder ob er dagegen ankämpfen kann und ein ganz normales Leben führen wird. Vergleicht er die Wesenszüge, stellt er doch so einige Gemeinsamkeiten fest…

Eigentlich hatte ich vor, „Verdorbenes Blut“ noch einmal zu lesen, um meine fehlende Rezension auszuarbeiten, aber im Moment reizt es mich so gar nicht, weil die Story doch sehr identisch ist.
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Wie bereits im Erwachsenenband kann mich das Ende des Buches absolut nicht begeistern. Der Ausgang hätte realistischer sein können bzw. für mich sein müssen, denn so wird die Thematik fast ins Lächerliche und Unmögliche gezogen.
Bei einem Vergleich mit „Verdorbenes Blut“ kann dieses Buch natürlich nicht mithalten. ABER ein Jugendlicher liest wahrscheinlich lieber aus der Sicht eines Jugendlichen, als auch der Sicht eines erwachsenen Polizisten. Demnach werde ich es auch als Jugendbuch bewerten.

Beide Bücher direkt hintereinander sollte man nicht lesen, da sie sich doch sehr gleichen.
Bei mir war es ein Vorteil das zwischen den Büchern fast 3 Jahre lagen.


Mein Fazit
Allein stehend ist dieses Buch eine Leseempfehlung für alle Serienmörderfans wert.
Im Vergleich mit „Verdorbenes Blut“ schneidet es nicht ganz so gut ab. Ich entscheide mich dann doch für die Erwachsenenversion.
Dennoch bewerte ich es als Young Adult Version.
 

Der Autor
Geoffrey Girard ist ein preisgekrönter Autor und hat sich außerdem als Herausgeber einen Namen gemacht. Seine Werke erschienen in zahlreichen Anthologien und Magazinen. Girard kam in Deutschland zur Welt und zog später in die USA. Er studierte in Washington Literatur und absolvierte ein Masterstudium in Kreativem Schreiben in Miami.
© Bastei Lübbe

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