Sonntag, 30. März 2025

[REZENSION] Maria Stuart | Biografie


Titel: Maria Stuart | Autorin: Margaret George
Verlag: Bastei Lübbe | Seitenanzahl: 1215 Seiten 
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Inhaltsangabe

Ihr wurde eine glänzende Zukunft vorhergesagt – doch nur zwei Jahre, nachdem sie den französischen Thron bestiegen hat, verliert Maria Stuart gleichzeitig Mann und Krone. Vertrieben und in Trauer kehrt die junge Königin der Schotten in ihre geliebte Heimat zurück, in der Hoffnung, von ihren Landsleuten mit offenen Armen empfangen zu werden. Aber viele im Volk stehen ihr feindlich gegenüber: Die einen verehren sie als Heilige, die anderen beschimpfen sie als Hure. Und auch am Hof weiß Maria nicht, wem sie wirklich trauen kann. In der Hoffnung auf Unterstützung wendet sie sich an ihre Cousine Elisabeth von England – und entfacht damit ein Feuer aus Intrigen, Eifersucht und politischen Spielen, das sich immer mehr auszubreiten droht...
(Quelle: Amazon)

 

Meine Meinung


Eine starke Frau, die ihr Leben größtenteils in Gefangenschaft verbracht hat

Im November 2021 habe ich gemeinsam mit Sabine von Buchmomente die Romanbiografie von Heinrich VIII. gelesen. Damals waren wir begeistert und total versunken in dieser Zeit und dieser Thematik. Es hat tatsächlich über drei Jahre gedauert, dass wir uns erneut verabredet haben, um eine weitere Romanbiografie von Margaret George zu lesen. Die Wahl ist sehr schnell auf Maria Stuart gefallen und ich war von Anfang an unheimlich gespannt, mehr über diese Frau und auch über Schottland und die politischen Machenschaften aus ihrer Sicht zu erfahren.

Tatsächlich muss ich eingestehen, dass ich das erste Viertel des Buches einen Denkfehler hatte. Warum auch immer war mir bei Maria Stuart = Bloody Mary im Sinn. 
Und beim Lesen dachte ich mir bereits, wie aus der Maria, von der wir hier lesen, die blutige Maria werden soll. Natürlich handelt es sich bei Maria Stuart NICHT um Bloody Mary. Mit dieser Namensgebung ist Maria Tudor gemeint. 
Ein weiterer Name, der nun meine Neugierde auf sich zieht. 

Die Romanbiografie beginnt im Jahre 1542 und endet mit der Hinrichtung, von der wir als Leser bereits im Prolog erfahren, 1587.
Das Buch ist zu dem in drei große Abschnitt eingeteilt, welche Marias Zeit in Frankreich, Schottland und zuletzt in England beschreiben. 

1542 erblickt die kleine Maria das Licht der Welt und es wird dem Leser sofort verdeutlicht, dass sie zumindest von ihrem Vater nicht erwünscht ist. Dieser hat sich einen Thronfolger gewünscht. Ihr Vater verstirbt und Maria wächst mit und bei ihrer Mutter auf. Allerdings nicht allzu lang. Maria soll Schottland den Rücken kehren und ihrem Leben in Frankreich einen neuen Sinn geben. In Frankreich kommt es zu einigen Ereignissen, welche Maria in ihren Charakterzügen sehr gut beschreiben. Des Weiteren wird geheiratet und Maria wird zu einer jungen Frau. Ebenfall ereilen sie in Frankreich viele Schickssalschlägen, welche dazu führen, dass Maria zurück zu ihren Ursprüngen möchte, nach Schottland. 

Beim Schreiben dieser Rezension frage ich mich, wie anders wäre ihr Leben verlaufen, wenn sie diesem Ruf der Heimat nicht gefolgt wäre. Fortan lebt sie ein Leben voller Intrigen, der falschen Konfession und Machtspielen, denen sie meiner Meinung nach nicht gewachsen war. Einigen wenigen Vertrauten stand sie zum Teil einem Herr von Männern gegenüber, welche nur eines wollten. Das ihr der Thron von Schottland aberkannt wird und sie als Urenkelin von Heinrich VIII. jeglicher Anspruch auf den englischen Thron verwährt wird. 

"Es sind die Feinde, die einen Menschen machen und formen.
Nur ein Nichts hat keine Feinde." (S. 21)

Auf diesem saß zu dieser Zeit ihre Cousine Elisabeth I. Ebenfalls eine interessante historische Persönlichkeit, die in dieser Romanbiografie leider alles andere als sympathisch herüber kam. Dennoch bin ich nach dem Lesen nun noch neugieriger auf ihre Person. Auch hier befindet sich bereits eine Biografie in meinem Regal.
Ebenfalls befindet sich das Buch "Der Kampf der Königinnen" von Sylvia Jurewitz- Freischmidt in meinem Regal, welches explizit von Maria Stuart und Elisabeth I. handelt.

Ein wichtiger Teil im Buch und ein Großteil ihres kurzen Lebens verbrachte Maria Stuart, sowohl in Schottland, als auch später in England in Gefangenschaft. Diese Gefangenschaft fand weniger in Gefängnissen, sondern eher auf Burgen und in Schlössern statt. Maria sollte einfach handlungsunfähig gemacht werden.

"Ich habe nichts, dachte sie. Vierundzwanzig Jahre lang war ich Königin, doch stürbe ich in dieser Nacht im Schlaf, es gäbe nichts, was man über mich in die Chroniken schreiben könnte." (S. 782)

Diese Zeit ihres Lebens war für mich als Leserin die anstrengendste beim Lesen, da sie oft langatmig erzählt wurde und sich gewisse emotionale Gegebenheiten und Gedanken wiederholten. Dennoch zeigt sie allemal das tragische Leben und auch Ende der Maria Stuart auf.

"Damit ist der Katalog meiner Verluste vollständig, dachte sie.
Den Vater verloren, die Mutter, drei Männer, ein Königreich, die Gesundheit... und jetzt mein einziges Kind." (S. 1112)

Mein Fazit

Margaret George schafft es wieder ein Mass an historischen Gegebenheiten mit einer fiktiven Geschichte zu verbinden. Als Leser kam ich nicht immer fließend, aber dennoch angenehm durch die Geschichte. Es las sich wie ein Roman, aus dem man interessierter Weise sehr viele Fakten mitbekommt. Die Romanbiografie hat mir zwar nicht so sehr gefallen, wie die von Heinrich VIII., was auch daran liegen mag, dass man dieses Mal die Geschichte nicht aus der Sicht des Akteurs erfahren hat. Bei Heinrich VIII. hat man alles aus seinen Augen erfahren. Dennoch ein Buch, welches ich im Nachhinein nicht missen möchte. Ich freue mich schon auf mehr von Margaret George.
Weitere Rezensionen

Die Autorin

Margaret George ist eine US-amerikanische Schriftstellerin historischer Romane. Sie ist seit Kindertagen von fremden Kulturen fasziniert. Wenn ihre Recherchen sie nicht gerade in fremde Länder führen, lebt sie in Madison, Wisconsin.

Weitere deutschsprachige Biografien der Autorin

1 Kommentar:

  1. Hallo Andrea,

    das war ein ordentlicher Wälzer, noch dazu mit einem doch etwas anstrengenderem Thema. Sehr bewundernswert, dass ihr das Buch angegangen seid.

    Liebe Grüße
    Nicole

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