Freitag, 2. September 2016

[Rezension] Wonderland

Titel: Wonderland | Autorin: Christina Stein | Verlag: Fischer Verlag 
Preis: 12,99€ (PB) | Seitenanzahl: 384 Seiten  | ISBN: 978-3-7335-0289-8 
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Inhaltsangabe
Sie machen eine Reise ins Paradies. Und landen in der Hölle auf Erden.
Thailand. Sonne, Palmen, eine Villa direkt am Strand. Der perfekte Urlaub! Doch als Lizzy am Morgen nach einer Strandparty aufwacht, ist sie gefangen. Mitten im Dschungel, mit ihren besten Freunden – und mit Jacob. Jacob, den keiner von ihnen richtig kennt, und der sie auf diese verdammte Strandparty eingeladen hat. Nur wegen ihm sind sie in einem Reality Game gelandet, in dem es nur schwarz oder weiß gibt, verlieren oder gewinnen, opfern oder geopfert werden.
Wer sind die Player in diesem Spiel? Was haben sie vor? Und welche Rolle spielt eigentlich Jacob? Lizzy hat keine Ahnung. Sie weiß auch nicht, wie lange sie ohne ihre Herzmedikamente überleben kann. Sie weiß nur eines: Die Gruppe muss bis morgen entscheiden, wer von ihnen das nächste Opfer sein wird…
(Quelle: Fischer Verlag)


Meine Meinung

Packend, spannend…LESEN!!!


Auf dieses Buch bin ich zu allererst aufgrund des Covers aufmerksam geworden. Sah es auf den ersten Blick nach einem typischen Wintercover aus, wurde mir auf dem zweiten Blick klar, dass es in Richtung Dschungel geht. Dieses Setting war für mich völliges Neuland, umso gespannter war ich darauf. Zudem sind Reality Games in Büchern derzeit in aller Munde. Wenn es dabei in Richtung Horror geht, wäre ich sofort dabei gewesen. Hier war ich nun gespannt, wie die Autorin das Thema in einem Thriller verpacken konnte.

Zu Beginn finden wir uns mit einer Gruppe Jugendlicher in einer wunderschönen Kulisse in Thailand wieder. Diese wurde unheimlich gut beschrieben, so dass ich mit Lizzy durch die weiße Villa namens "Wonderland" schlenderte, mit Ausblick auf einen riesigen Pool, welcher in Richtung Horizont verläuft. Einfach traumhaft schön. 

Bleibt ihr im "Wonderland" oder traut ihr euch in die ungewisse Hoelle?
Denn einen Moment später steckt Christina Stein den Leser in die Hölle, immer noch mit der Gruppe Jugendlicher, aber es gibt einen großen Stimmungsumschwung. Sofort war da dieses beklemmende Gefühl, dieser Gedanke, dass die Situation gar nicht so realitätsfern ist.


Zwar brauchte ich einen Moment, um mich bei den Charakteren zurechtzufinden, aber da ich häufig Bücher lese, in denen ich mit vielen Namen konfrontiert werde, habe ich alle sehr schnell verinnerlicht. Mitten im Dschungel wachen sie auf, alle tragen sie die gleiche Kleidung, das Shirt bedruckt mit ihrem Namen und einer Ziffer. Und immer dieser Gedanke, was soll das ganze?
Und dann das, die erste Botschaft, welche mit den Worten „Willkommen bei unserem Opferspiel“ beginnt.

Von da an gab es für mich eine Steigerung nach der anderen. Sowohl auf Seiten der Story, als auch auf Seiten der Charakterentwicklung. Da ich dieses Buch in einer Leserunden mit anderen Lesern gemeinsam gelesen habe und daher bereits mehrere Meinungen zum Buch kenne, kann ich lautstark verkünden, dass man dieses Buch nicht so schnell aus der Hand legen kann. Man muss weiterlesen und weiterlesen.
Zu den Charakteren möchte ich gar nicht allzu viel sagen. Für mich war für jeden Geschmack etwas dabei und ich möchte keine Person missen in diesem Spiel.

Ein ganz großes Lob muss ich aussprechen, dass die Autorin den Leser nicht nur einmal an der Nase herumführt. Immer wieder konnte sie mich mit Gegebenheiten überraschen, die ich so aufgrund vorangegangener Passagen überhaupt nicht erwartet habe. Situationswechsel sind wie Perspektivenwechsel da, um die Spannung zu steigern und dies ist hier gelungen.

Nachdem der Hauptteil aufgrund seiner Sogwirkung einfach viel zu schnell vorbei war, konnte mich auch das Ende überzeugen. Die Auflösung war interessant und auch hier schlug mein Horrorherz ein wenig höher. Tolle Ideen und sehr gut durchdacht.

Fakt ist, dass ich noch nie so eine Geschichte gelesen habe.
Fakt ist auch, dass ich vollkommen überrascht wurde und diese Idee hinter dem Buch nicht so schnell vergessen werde.
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Anfänglich gab es tatsächlich ein paar Punkte, die ich mir als Kritik notiert hatte, zum Beispiel hat die Autorin auf den ersten Seiten das Thema Musik eingebracht, welches mir ja immer total gefällt. Dieser Fakt war auf einmal weg. Rückblickend hätte es bei dem Lauf der Geschichte aber auch gar nicht mehr gepasst.
Nach der letzten Seite strich ich also alle Kritiknotizen durch und habe hier nicht mehr zu sagen.


Mein Fazit
Wow, wow, wow!
Wer Lust hat einen unheimlich spannenden und nervenaufreibenden Thriller zu lesen, der einfach dieses gewisse Etwas hat, dann nehmt unbedingt dieses Buch zur Hand. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich freue mich auf mehr von Christina Stein und werde die Augen ganz weit offen halten.
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Die Autorin
Christina Stein, geboren 1978 in Bonn, studierte Archäologie und Kunstgeschichte und arbeitet im Marke­ting einer großen Firma. Für ihre Kurzge­schich­ten und ihr Ro­man­debüt wurde sie mehrfach aus­gezeichnet.
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