Sonntag, 6. Januar 2019

[Rezension] Widow's Point | Andrea

Titel: Widow's Point | Autorenduo: Richard & Billy Chizmar
Verlag: Buchheim Verlag
Seitenanzahl: 128 Seiten + illustriert
Kaufen: Hier



Inhaltsangabe

Die Bewohner von Harper’s Cove glauben, der Widow’s Point Leuchtturm sei verflucht und das es darin spukt. Bereits beim Bau 1838 sowie in den folgenden Jahrzehnten ereigneten sich fast zwei Dutzend Todesfälle, darunter unerklärliche Unfälle und kaltblütiger Mord. Der Leuchtturm wurde 1988 endgültig geschlossen und versiegelt. Seither hat ihn niemand mehr betreten.

Bis heute Abend.

Thomas Livingston ist der gefeierte Autor von dreizehn Büchern über das Übernatürliche. Er wird heute Abend den Widow’s Point Leuchtturm betreten und dort für seinen nächsten Bestseller recherchieren.
Ein ganzes Wochenende eingesperrt - ohne Kontakt zur Außenwelt.
Und obwohl ein hoher Sicherheitszaun den Leuchtturm umgibt und die Eingangstür mit einer schweren Kette verschlossen ist, wird Livingston dort nicht allein sein...
(Quelle: Buchheim Verlag)


Meine Meinung

Das Buch, nach dem ich lange gesucht habe


Ich bin aktuell nicht auf dem Stand, aber ich denke, ihr habt noch eine Chance, eine dieser großartigen Sammlerausgaben zu ergattern. Ich bin so glücklich über meine und werde diese NIEMALS hergeben 😝😍

Das Buch hat nur 128 Seiten und dennoch ist es so gewaltig, dass man im ersten Augenblick gar nicht weiß, wo man anfangen soll.
Fangen wir beim immer wieder diskutierten Thema an, dem Preis.
Ja, 36,99€ ist eine Hausnummer, ABER dieses Buch und ich denke auch die folgenden sind diesen Preis einfach wert! Wenn ihr das ABO zu dieser Reihe abschließt, erhaltet ihr alle erscheinenden Bücher für 31,99€. Ich selbst, habe das ABO nicht, weil glaub ich nicht alle Bücher meinen Geschmack treffen.

Allein die Optik. Ihr glaubt nicht, wie wunderschön dieses Buch in der Aufmachung ist. Egal, ob das Cover mit seinen Farben und haptischen Elementen, denn ja, der Leuchtturm scheint tatsächlich zu leuchten.
Ich liebe die Aufmachung der Innenseite des Buchdeckels.

Ich liebe die Illustrationen im Buch. Sie passen perfekt zur Story und unterstützen die düstere Atmosphäre im Buch so gut.

Ein weiterer Punkt, der anders ist und mir dennoch so gut gefallen hat, dass Buch besteht lediglich aus Video-/Audio-Material oder aus Diktiergerät-Aufnahmen. Auch dieser Fakt unterstützt diese gruselige, unheimliche Stimmung nahezu perfekt.

Figuren braucht diese Story tatsächlich nur eine, Thomas Livingston.
Buchautor und er befasst sich gern mit Übernatürlichem. Da kann er sich die Story um den verfluchten Leuchtturm natürlich nicht entgehen lassen.


Mit einzelnen Geschichten zu den verschiedensten Unfällen, welche mit den Jahren zu Vermissten oder tödlich Verunglückten führte, nimmt die Geschichte hier einen stetig steigenden Spannungsbogen an. Das Autorenduo verwendet einfach die richtigen stilistischen Elemente, um dem Buch die Wirkung zu geben, die es beim Leser auslösen soll.
Es ist düster, beklemmend und einnehmend.

Worauf beim Lesen wohl alle warten, Thomas will sich für ein Wochenende vom Leuchtturmbesitzer im Leuchtturm einschließen lassen. Mit dabei seine Videokamera, sein Diktiergerät und ausreichend Lebensmittel, um sich ein schönes Wochenende zu machen. Weit gefehlt.

„WIR SIND HIER.“
(S. 45)

Im Leuchtturm selbst ziehen die Autoren den Spannungsbogen nochmal ordentlich an. Thomas‘ Figur konnte mich vor allem in den letzten Szenen total begeistern.

In meiner Überschrift erwähnte ich, dass ich schon lange nach so einem Buch gesucht habe. Wir Horrorfans brauchen viel Blut und Gewalt ja, aber wir sehnen uns auch nach dem psychischen Aspekt. Pure Spannung, allein verursacht durch undurchschaubares Kopfkino, welches Autoren mit ihren Worten erschaffen.
Im Buch verschwinden plötzlich Dinge, Thomas fühlt sich beobachtet, Thomas wandelt fast hypnotisch durch den Leuchtturm. Und vor allem diese Szenen haben mich so richtig mitgenommen. Mein Kopf ist fast geplatzt, als ob ich mich selbst in dieser beklemmten Situation befunden habe.
Einfach GRANDIOS!

„WIR SIND IMMER NOCH HIER.“
(S. 98)


Mein Fazit
Hier konnten mich Vater und Sohn so richtig mitnehmen.
Die Zusammenarbeit hat hier ein Buch zu Tage gebracht, welches jedem Liebhaber in Erinnerung bleiben wird und zu dem ich mit Sicherheit auch noch ein zweites oder drittes Mal greifen werde. Wenn man sich nach dieser gewissen Atmosphäre sehnt, ist Widow’s Point einfach DAS Buch!
Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Olaf Buchheim für seine Bemühungen und was er mit diesem Reihenauftakt auf die Beine gestellt hat.
Egal ob Optik, Aufmachung oder der Inhalt.
Ganz klare Leseempfehlung!!!
 


Die Autoren
RICHARD CHIZMAR ist Gründer und Herausgeber der Zeitschrift CEMETERY DANCE und des Verlages CEMETERY DANCE PUBLICATIONS. Er hat mehr als ein Dutzend Anthologien herausgegeben, darunter THE BEST OF CEMETERY DANCE, NIGHT VISIONS 10, OCTOBER DREAMS (mit Robert Morrish) und die SHIVERS-Serie.
© Buchheim Verlag

 BILLY CHIZMARs Kurzgeschichten sind in verschiedenen Anthologien erschienen, darunter FEARFUL FATHOMS und DEAD HARVEST.
Sein Essay THE ROLE OF GOD IN STEPHEN KING'S DESPERATION wurde in der Aufsatzsammlung READING STEPHEN KING veröffentlicht.
2017 war er als Regisseur, Co-Autor und Schauspieler an dem Horror-Kurzfilm GONE beteiligt, der bei zahlreichen Filmfestivals in den gesamten USA aufgeführt wurde.
Chizmar wurde in seinem letzten Jahr an der St. Paul’s School zum U. S. Lacrosse Academic All-American gekürt und ist aktuell am Colby College eingeschrieben.
© Buchheim Verlag

Weitere Bücher der Cemetery Dance Reihe


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