Dienstag, 20. Oktober 2015

[Rezension] Nebelkind

Titel: Nebelkind
Autorin: Emelie Schepp
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99€ (HC)
Seitenanzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0069-7
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Reihe? Ich hoffe es wird eine "Jana Berzelius Reihe"

Inhaltsangabe
ER wurde gezeichnet. ER tötet. ER ist neun Jahre alt.
Die Staatsanwältin Jana Berzelius wird bei einem spektakulären Fall hinzugezogen: Ein Mann wurde erschossen – die Hinweise verdichten sich, dass die Tat von einem Kind begangen wurde. Dann taucht die Leiche eines Jungen an der schwedischen Küste auf. Seine Fingerabdrücke passen zu jenen des Tatorts, doch warum sollte ein Kind einen Mord begehen? Während die Ermittler im Dunkeln tappen, ermittelt Jana auf eigene Faust. Denn der Junge, der das Wort »Thanatos« als Narbe im Genick trägt, hat ein Geheimnis, das nur Jana kennt: Auch ihr Genick ziert der Name einer Todesgottheit, und nun setzt sie alles daran, herauszufinden, warum.
(Quelle: Blanvalet Verlag)



Meine Meinung
Dieser Klappentext spricht mich total an und somit landete dieses Buch in meinen Händen. Vor allem die Idee mit der Narbe in dem Nacken, welche den Namen einer Todesgottheit trägt, ist für mich unheimlich interessant. Denn ich mag solche speziellen Verbindungen unter Opfern/Tätern.

Jana Berzelius ist schon eine besondere, eigenartige Person. Ihr Lebensstil kann man als zurückhaltend bezeichnen. Zunächst wusste ich nicht, wo mich ihre Geschichte hingeführt hat. Weiblichen agierenden Charakteren stehe ich immer ein wenig skeptisch gegenüber, denn Thrillerleser kennen diesen Fall, dass diese immer entführt werden oder so und dann dem bösen Täter gegenüber stehen. Auch hier war das zunächst meine Angst, doch Jana zeigt dem Leser schnell, dass sie so nicht ist. Sie hat Biss, Mut und ihren eigenen Willen.
Als Staatsanwältin wird ihr der Fall übertragen, bei dem der kleine Junge der Täter gewesen sein soll und dann diese Narbe im Nacken.
Jana sieht in diesem Fall einen Lichtblick um in ihre eigene Vergangenheit Licht ins Dunkle zu bringen, denn sie kann sich nicht an ihre Kindheit erinnern und trägt ebenfalls eine solche Narbe im Nacken.
Sie lässt ihre Arbeit Arbeit sein und ermittelt heimlich auf eigene Faust und wie das macht und wie die Autorin das umgesetzt hat, war genau nach meinem Geschmack.

Wie bei Ermittlergeschichten meist nicht nur ein Charakter im Mittelpunkt steht, so ist es auch hier. Allerdings wirkte das Einbringen der anderen Ermittler hier anders auf mich, besser! Man bekommt einen Einblick in das Leben fast jeden Ermittlers und da hat jeder so seine eigenen Probleme. Ich habe diese sehr gerne verfolgt und muss sagen, dass da noch so einiges im Dunkeln bleibt.

Absolut positiv
Schreibstil
Plot
unvorhersehbare Umsetzung
Charaktere

Den Punkt Spannung weiß ich nicht so recht hier unterzubringen. Mich konnte es schon mitreißen und da ich nie wusste was passiert bzw. wie es weitergeht, war es schon spannend, was im weiteren Verlauf passiert.

Highlight für mich waren die Erzählstränge in der Vergangenheit, welche kursiv dargestellt werden, dh. optisch super abgegrenzt sind.
Genau und hier kann ich sagen, jaaa war das spannend. Emelie Schepp gab schon sehr viele Einblicke in diesen Abschnitten, aber so richtig wusste man lange nichts.
Super toll gemacht!

Nach Versuchen mit finnischen Autoren, tendiere ich hier eher zu Schweden.
Auch das Setting hatte mich hier viel mehr im Griff.
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Ich kann es selbst kaum glauben, weil ich dieses Jahr so häufig bei Thrillern irgendwas auszusetzen hatte. Hier kann ich nichts nennen. Dieses Buch ist genau nach meinem Geschmack, aber diese sind ja bekanntlich unterschiedlich.


Mein Fazit

Für mich wieder ein Buch mit Überraschungseffekt. Der Plot klang super, aber ich dachte es geht eher in eine typische Richtung, aber da lag ich falsch.
Ich habe schon gestalkt und hoffe, dass dies eine Reihe wird, konnte jedoch noch nichts finden. Gespannt, wie ein Flitzebogen.
Ganz klare Leseempfehlung.

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Besonderer Charakter
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Die Autorin
Emelie Schepp, geboren 1979, wuchs im schwedischen Motala auf. Sie arbeitete als Projektleiterin in der Werbung, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Nach einem preisgekrönten Theaterstück und zwei Drehbüchern verfasste sie ihren ersten Roman: Der zuerst nur im Selbstverlag erschienene Thriller »Nebelkind« wurde in Schweden ein Bestsellerphänomen und als Übersetzung in zahlreiche Länder verkauft.
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Mein herzlichster Dank für die Bereitstellung des Leseexemplares gilt