Freitag, 17. Juli 2015

[Rezension] Watch Me

Titel: Watch Me - Ich werde es wieder tun
Autor: James Carol
Verlag: Dtv Verlag
Preis: 9,95€ (TB)
Seitenanzahl: 384 Seiten
ISBN: 978-3-423-21595-4
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Reihe: Band 2 der Jefferson Winter - Reihe, [Rezension Band 1]



Inhaltsangabe
Deine Zeit läuft ab... Noch 13 Stunden...
Er zieht rastlos um die Welt, immer auf der Jagd nach perfiden Serientätern, die er zur Strecke bringen muss: der Profiler Jefferson Winter. Exzentrisch, hochintelligent - und gnadenlos von seinen eigenen Dämonen verfolgt.
Eine Kleinstadt in Louisiana: Ohne erkennbares Motiv wird ein Anwalt bei lebendigem Leib verbrannt. Weder ist der Tatort bekannt noch hat man die Leiche gefunden. Doch ein Video der Tat wird ins Netz gestellt, mit einem automatisierten Countdown. Eins ist klar: Es wird weitere Opfer geben. Und Jefferson Winter bleiben gerade mal 13 Stunden Zeit bis zur tödlichen Deadline.
(Quelle: Dtv)



Meine Meinung
Lange habe ich drauf gewartet, nun ist es endlich soweit. Band 2 der Jefferson Winter - Reihe ist gelesen.
Gleich zu Beginn kam die Erinnerung zurück, dass Winter England verlässt und Band 2 in Amerika spielt. Hach, das verschneite England hatte schon was.

Wo ich im ersten Band auf das Handwerk einer Lobotomie aufmerksam gemacht wurde, konfrontierte mich Carol hier mit einer bei lebendigem Leib verbrannten Leiche, deren letzte Minuten auch noch gefilmt wurden. Schrecklich, das heißt es passt genau in mein Beuteschema. Allerdings drehte sich dann schnell alles im Kreis und auch Herr Winter stellte dieses Mal für meinen Geschmack zu viele Spekulationen in den Raum.
Ziemlich lange wurde man in Hinsicht auf das Motiv und den Täter im Dunkeln gelassen, was mich hier fast störte. Mir fehlten der Nervenkitzel, die verstörenden Entdeckungen und Geheimnisse, im Großen und Ganzen die Spannungselemente.

Dafür, dass sich die Story im Buch immer wieder verlief, lockerten der Protagonist Winter und die Nebencharaktere Taylor und Hannah die Story wirklich auf. Der Autor schaffte es, die Konstellation der drei für den Leser bestmöglich zu arrangieren. Vom optischen her kann ich mir die 3 unterschiedlichen Typen Mensch absolut nicht vorstellen, aber bei den Ermittlungen haben sie sich gut ergänzt. Und was hier eindeutig nicht zu kurz kam, waren Witz und Charme unter den 3 Charakteren.

Wie auch Band 1, überrascht James Carol wieder mit einem wirklich gelungenen Schreibstil, das Buch liest sich unheimlich flüssig und mir sind keine Übersetzungsfehler aufgefallen, sehr schön!
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Für mich der größte Kritikpunkt, wie bereits oben erwähnt, war der fehlende Spannungsbogen. Das Buch lief auf einer Geraden entlang und auch das sehnlichst erwartete Ende plätscherte nur vor sich hin. Schade!
Nach der Idee und deren grandiose Umsetzung von Band 1, habe ich mich hier auf mehr gefreut. Mehr Story, mehr Leichen, mehr Action.


Mein Fazit
Band 2 konnte mich leider nicht so überzeugen, wie der erste Band „Broken Dolls“.
Meiner Meinung lag das daran, dass die Idee wirklich gut war, aber die Umsetzung dem Autor eindeutig schwerer fiel, als im vorhergehenden Buch.
Der Spannungsbogen war annähernd gleichbleibend und mir haben eindeutig die Wow-Elemente gefehlt.
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Besonderer Charakter
Da möchte ich auf jeden Fall den Protagonisten Jefferson Winter nennen. Er war bereits im ersten Band sehr interessant. Im zweiten ist er mir sogar noch sympathischer, was glaub ich daran liegt, dass die Story irgendwie zu kurz kam und man ihn daher besser kennen lernte.
Als Profiler kann ihm glaub ich niemand was vormachen. Haben diese Menschen wirklich so eine Begabung, kleinste Dinge miteinander in Zusammenhang zu setzen.
In „Watch Me“ konnte er mich außerdem durch seine witzige und charmante Art überzeugen und er kommt ganz ohne Liebelei mit irgendwem aus, was ja häufig Standard ist in Ermittlerreihen.


Der Autor
James Carol geboren 1969 in Schottland, hat bereits als Gitarrist, Toningenieur, Journalist und Pferdetrainer gearbeitet. Er lebt mit seiner Familie in Hertfordshire/England.
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(Ersteres leider nur als E-Book erhältlich)

 Mein herzlichster Dank für die Bereitstellung des Leseexemplares gilt