Montag, 9. März 2015

Rezension "Die sieben Schwestern"

Titel: Die sieben Schwestern
Autorin: Lucinda Riley
Verlag: Goldmann
Preis: 19,99€ (HC)
Seitenanzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3-442-31394-5
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Reihe: Band 1/7 der Reihe "Die sieben Schwestern"
(alle verwendeten Bilder: © Google)



Inhaltsangabe
Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in den Händen hält, verändert sich alles. Sie stößt auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie fängt jetzt erst an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet...
(der Klappentext wurde von mir gekürzt, weil ich in meiner Bewertung ein wenig tiefer in die Geschichte eintauche.)
(Quelle: Goldmann)


Meine Meinung
Mit dem Titel „Die sieben Schwestern“ verband ich erst gar nicht so viel, doch man erfährt gleich zu Beginn, was hier der Hintergrund ist. Es geht um die Plejaden bzw. das Sieben-Gestirn. Jeder Schwester ist ein Stern gewidmet. 
(Wie ihr erkennt tragen die Schwestern demnach sehr spezielle Namen)
Folgende Beinamen tragen die Schwestern aufgrund ihrer Persönlichkeit im Buch:
Maia - die Schöne
Ally/Alkyone - die Anführerin
Star/Asterope - die Friedensstifterin
CeCe/Celaeno - die Pragmatikerin
Tiggy/Taygeta - die Fürsorgliche
Elektra - die Temperamentvolle

--> ihr seht, jeder Band verspricht eine andere Persönlickeit

Dieses Buch nimmt uns mit auf eine Reise, eine traumhafte Reise…

Genfer See, 2007: Seit kurz nach ihrer Geburt ist dies Maia’s Heimat. Hier wuchs sie auf. Nachdem Maia den Umschlag mit dem Schlüssel zu ihrer Herkunft geöffnet hat, hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen, denn ich liebe solche Geschichten. Das Geheimnis um die Herkunft ist unbeschreiblich gut durchdacht und dargestellt wurden. Anhand einer Koordinate macht Maia sich auf die Suche nach ihren Wurzeln, sie reist nach…



Rio de Janeiro. Hier stößt Maia auf eine ältere Dame, die ihr schnell zu verstehen gibt, dass sie nicht erwünscht ist. Und dann tauchen wir ab in das Jahr 1927, hier begleiten wir die junge Izabela (kurz Bel), welche eine Vorfahrin von Maia zu sein scheint. Schnell wird klar, dass Bel ein anderes Leben führen muss, als es ihr vorschwebt. Ihrer Familie schwebt eine Heirat mit einem Adelssohn vor. Bel muss ihre leidenschaftliche Art zurückschrauben und hat vor der anstehenden Hochzeit nur einen Wunsch. Sie möchte ihre Freundin und deren Familie auf eine Europareise begleiten, um vor der Ehe ihre letzte Freiheit zu genießen. Die Reise geht weiter nach… 


Paris. Hier lernt Bel den jungen Bildhauer Laurent kennen und dieser entfacht ihre Lebendigkeit wieder. Ihr wird klar, dass sie einen Mann heiraten muss, den sie nicht liebt und ihre entstehenden Gefühle für Laurent verdrängen muss. Bel entscheidet sich für ihren Verstand und kehrt nach Monaten zurück zu ihrem Verlobten nach Rio. Laurent’s Antwort darauf war:
„Ich warte auf dich. Au revoir, meine Liebe.“ (S. 264)

Ich merke, dass ich blätterweise über dieses Buch schreiben könnte.
Ich hätte damit am Anfang nie gerechnet, aber mich hat das Setting Rio wirklich am meisten begeistert. Ich habe sehr viel nachgelesen und bin erstaunt, wie wahrheitsgetreu Lucinda Riley diese Geschichte zum Teil aufgebaut hat.
 Eine große Bedeutung im Buch spielt die Erbauung des Wahrzeichen’s von Rio, der Cristo. Dass mich dieses Thema so fesselt, erstaunt mich jetzt noch und es macht wirklich Lust auf eine Reise nach Rio.
Ein weiteres Thema, welches mir an dem Setting Rio gefallen hat, waren die Favelas. Riley erschuf eine einfach in jeglicher Hinsicht eine tolle Atmosphäre und auch ihr grandioser Schreibstil trug dazu bei, dass ich mich vollkommen in den Seiten verlor. Die Zeitsprünge von Maia in die Zeit von Izabel wurden sehr gut eingesetzt. Ich hatte keinerlei Probleme zu folgen bzw. mich in die jeweilige Situation hineinzuversetzen.
                    (Der Cristo)                               (Favela)

Zum eigentlichen Thema, der Suche nach ihren Wurzeln möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen. Es ist auf jeden Fall eine spannende und herzergreifende Geschichte, die mich total erreicht hat und mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Zwischenzeitlich dachte ich, dass dieser Teil einige Fragen offen lässt, doch dann ging es Schlag auf Schlag und ich war überglücklich, dass sich meine Fragen beantworten, aber dennoch irgendwie zum Nachdenken anregen.
Die einzige Frage, die bleibt: Wo ist die siebte Schwester???
Ich habe dieses Buch zugeschlagen und wenn die Zeit es hergeben würde, würde ich es sofort nochmal von vorn beginnen zu lesen!
Ja, ich bin verliebt!

Mein Fazit

Ich bin total begeistert von diesem Auftakt und freue mich unheimlich auf den zweiten Band. 

Ihr hofft auf ein interessantes Familiengeheimnis?
Ihr wollt Liebe und Herzschmerz?
Ihr verlangt nach fabelhaft dargestellten Charakteren?
Ich seid gespannt auf eine lückenlose Geschichte, die am Ende kaum eine Frage offen lässt?
Und ihr wollt die Geschichten der anderen Geschwister auch kennenlernen?
Dann greift zu diesem Reihenauftakt und lasst euch von der Geschichte der ersten Schwester Maia verzaubern. 
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Wer noch keine Info’s zum 2. Band haben will, sollte nun nicht weiter lesen.
Ich habe recherchiert, weil ich soo neugierig bin.
Band 2 erscheint wohl im November 2015 erstmal auf Englisch und diesmal nimmt uns Lucinda Riley mit nach Norwegen und eine besondere Rolle wird folgendes Lied und dessen Komponist spielen. 
Also ich bin gespannt!

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Besonderer Charakter
Ich glaube, dass ich die Geschichte von Izabel noch schöner fand, als die von Maia. Ihr Kampf für bzw. gegen die Liebe war toll zu verfolgen und dann die Zeit sowohl in Rio, als auch in Europa war einfach toll.


Die Autorin
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence. 

© Google


Mein herzlichster Dank für die Bereitstellung des Leseexemplares gilt