Samstag, 11. April 2015

Rezension "Die Germanen"

Titel: Die Germanen - Geschichte und Mythos
Autorin: Norbert F. Pötzl / Johannes Saltzwedel (HG.)
Verlag: Goldmann
Originalverlag: DVA
Preis: 9,99€ (TB)
Seitenanzahl: 256 Seiten
ISBN: 978-3-442-15838-6
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Inhaltsangabe
Wer waren die Germanen wirklich?
Die Wahrheit über Europas geheimnisvolles Urvolk.
Blond, blauäugig und freiheitsliebend sollen sie gewesen sein, aber auch rauflustig, trinkfreudig und unberechenbar. Doch kann man diesem überkommenen Bild der Germanen trauen? Ihr Widerstand gegen Rom, ihre zentrale Rolle in der Völkerwanderung und ihr Machtbewusstsein haben sie zu Vorfahren vieler heutiger Nationen Europas werden lassen. Aber wie lebten diese hellhäutigen, ihrer Stammesehre verpflichteten Naturmenschen wirklich? Was wir heute über die Germanen wissen – und was wir bisher nur zu wissen glaubten.
(Quelle: Goldmann)



Bewertung
Dieses Buch ist der Beweis dafür, dass manche Bücher Lust auf weitere Bücher machen.

Um den Inhalt dieses Buches wiederzugeben, müsste ich sehr tief in der Geschichte ausholen. Ein wenig drauf eingehen möchte ich natürlich dennoch.
Ich denke uns allen sagt das Thema „Germanen“ etwas, aber ich hätte nicht auf Anhieb beantworten können, was dieses Volk ausmacht, wann zum ersten Mal von diesem Volk die Sprache war. Auf all diese Fragen geht dieses Buch sehr gut ein. Der anfängliche Teil der Ursprünge dieses Volks ist sehr ausführlich.
 Wer allerdings kein Interesse an der Geschichte um die Germanen herum hat, der sollte die Finger von diesem Buch lassen.

Ein unheimlich komplexes Thema, welches für die Germanen eine sehr große Rolle spielte, sind die germanischen Gottheiten. Das dieses Thema so umfassend ist, war mir bisher nicht klar.

Das Leben der Germanen bestand aus Jagd und Krieg und einen besonderen Part spielt die Varusschlacht zwischen den Römern und den Germanen. Diese Schlacht hat mich unheimlich neugierig gemacht. Und somit habe ich gleich einen Tagesausflug zum Hermannsdenkmal geplant, das Wahrzeichen für diese Schlacht.

Natürlich ist dies nicht die einzige Schlacht bzw. der einzige Feldzug in den wir hier eintauchen. Beide Autoren nehmen uns mit auf die lange Reise der Germanen und deren Völkerwanderung.
Das Buch geht währenddessen immer wieder auf berüchtigte germanische Anführer ein und bringt diese dem Leser näher.

Das dritte Thema, welches meine Neugierde hervorgerufen hat, ist die Nibelungensaga, um Siegfried und Brunhilde.
Da sowohl die germanischen Gottheiten, als auch die Nibelungensaga in diesem Buch nur angeschnitten werden, möchte ich beide Thematiken mit Hilfe anderer Literatur vertiefen.

Ein Fakt, den ich bei Sachbüchern sehr gelungen finde, ist, dass es einige grafische Darstellungen, Skizzen und Übersichten gibt, die das Verständnis ein wenig vereinfachen.

Fazit
Dieses Buch und sein Thema machen eindeutig Lust auf mehr!
Auf 256 Seiten schafft es das Autoren-Duo den Mythos der Germanen anzuschneiden und zu erzählen.
Im Großen und Ganzen glänzte das Buch für meinen Geschmack mit zu vielen Personen, Daten und geschichtlichen Fakten.
Für einen Schwung an Wissen kann ich das Buch nur empfehlen, genießen und versinken tut man meiner Meinung jedoch in Büchern anderen Genres, deshalb steht ein Sachbuch bei mir nicht in der Position eine Bestbewertung zu bekommen.
Beide Autoren und ihre veröffentlichten Werke werde ich jedoch im Auge behalten.

Zu den Autoren
Norbert F. Pötzl, geboren 1948, war von 1972 bis Sommer 2013 Redakteur des SPIEGEL, seit 2004 stellvertretender Leiter des Ressorts Sonderthemen. Er ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher, u.a. erschienen von ihm bei DVA die SPIEGEL-Bücher »Die Deutschen im Osten Europas«, »Die Hohenzollern« (beide 2011) und »Die Päpste« (2013).
© Vanessa Eggers
Johannes Saltzwedel, geboren 1962, ist seit 1991 Redakteur beim SPIEGEL. Der promovierte Germanist beschäftigt sich dort vorwiegend mit Ideen- und Kulturgeschichte, Sachbüchern und klassischer Musik. Er ist Herausgeber verschiedenster SPIEGEL/DVA-Bücher, darunter »Der Dreißigjährige Krieg« (2012), »Die Päpste« (2013) und »Leben im Mittelalter« (2014).


Mein herzlichster Dank für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares gilt  

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