Freitag, 22. August 2014

Rezension "Das Schattenhaus"

Titel: Das Schattenhaus
Autorin: Mascha Vassena
Verlag: Piper Verlag
Preis: 9,99€ (TB)
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN: 978-3-492-30325-5
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Inhaltsangabe
Eine geheimnisvolle Villa, ihre tragische Geschichte und ein dunkles Familiengeheimnis
Ein verschlafenes Bergdorf im Tessin: Anna ist nach Vignano gekommen, um die alte Villa zu verkaufen, die sie von ihrer Mutter geerbt hat. Doch bei ihrer Ankunft stellt sie überrascht fest, dass in dem Haus eine ältere Dame lebt, die den Dachboden bewohnt. Wer ist sie? Und warum verlässt sie nie ihr Zimmer? Langsam begreift Anna, dass ihre Mutter ein düsteres Geheimnis mit ins Grab nahm. Und dass die Schatten der Vergangenheit noch immer über der verfallenen Villa schweben…
2013, Anna erbt ein Haus von ihrer Mutter und macht sich auf den Weg nach Vignano, um es zu verkaufen. Jedoch kommt dann alles anders, als Gedacht.

1963-81, Charlotte, ein Mädchen aus gutem Haus erlebt im Sommer ´63 ihre erst große Liebe. Das Schicksal hatte aber ganz andere Dinge mit ihr vor. Eine hervorragende Geschichte, um das Leben der Charlotte…
(Quelle: Piper Verlag)



Meine Meinung
Ich bin erfreut dieses Buch gelesen zu haben. Die ganze Geschichte um Anna, ihre Mutter und Charlotte war fantastisch. Zwischenzeitlich wurden immer wieder kleine Geheimnisse gelüftet. Das düstere Geheimnis, welches diese Geschichte jedoch im Gesamten geprägt hat, wurde erst auf den letzten Seiten gelüftet, das heißt die Spannung ging nicht verloren und man wollte nun endlich alles wissen.

Die Idee der Autorin und auch der Schreibstil, wie sie die Geschichte rübergebracht hat, finde ich sehr gelungen. Dass der Schauplatz im Buch, Tessin zeitgleich die Heimat der Autorin ist, habe ich gespürt. Es wurde alles so schön beschrieben. Ich bekam ein wenig Lust auf Urlaub…

Zu den Geschichten der Hauptcharakteren:
Anna’s Geschichte begann sehr diffus, sie war eine Frau Anfang 30, welche ihr Leben so gar nicht im Griff hatte. Als sie dann noch mit ihrer 15-jährigen Tochter konfrontiert wurde, die bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist, dachte ich nun wird ihr Leben noch chaotischer. Falsch gedacht! Der Charakter Anne entwickelte sich in der Geschichte meiner Meinung nach sehr zum positiven und erlebte hautnah, wie Geschichten in anderen Generationen weiterleben.

Charlottes Geschichte hat mich allerdings ein wenig mehr berührt. Ich finde es grandios, wie sich dieser Charakter im Laufe der Geschichte entwickelt hat und welche vielseitigen Züge er in den Jahren angenommen hat.

Sehr interessant fand ich die Begebenheit ein Geheimnis über eine so lange Zeitspanne für sich zu behalten und dieses sogar mit ins Grab zu nehmen.
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Schade fand ich, dass am Anfang ein wenig Verwirrung bei mir herrschte in Hinsicht auf die Wohnorte und die ganzen Häuser und das am Ende einige offene Fragen geblieben sind. Meinetwegen hätten diese auch noch beantwortet werden können und das Buch 20 Seiten länger gewesen sein :)


Mein Fazit
Die Charaktere und die geheimnisvolle Geschichte, bei der so viele Sachen zusammenhingen haben mich überzeugt und mir eine neue schöne Geschichte in meinen Kopf gezaubert, die mir bestimmt in Erinnerung bleibt. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass sich die ungeklärten Begebenheiten noch klären, dass dies nichts mit einem offenen Ende zu tun hat, sondern mit der gesamten Geschichte an sich.
Weitere Rezensionen zum Buch

Besonderer Charakter
In dem Buch konnte mich der Charakter Charlotte wirklich am meisten begeistern, denn ihre Entwicklung ist wohl die ausführlichste im Buch und mit ihr erleben wir meiner Meinung nach auch am meisten.


Die Autorin
Mascha Vassena erhielt für ihre Erzählungen mehrere Stipendien, u. a. das Stipendium Akademie Schloss Solitude und den Hamburger Förderpreis für Literatur. 2005 erschien ihr Erzählungsband »Räuber und Gendarm« unter dem Namen Mascha Kurtz bei Liebeskind. Sie schreibt außerdem Opernlibretti und Theaterstücke für das Luzerner Theater und das Maxim Gorki Theater Berlin. Sie lebt heute mit ihrem Sohn im Tessin.
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