Dienstag, 8. September 2015

Gemeinsam Lesen #50


Eine wöchentliche Bloggeraktion, die von Steffi und Nadja von Schlunzen-Bücher veranstaltet wird.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich bin aktuell vertieft in "Runa" von Vera Buck und befinde mich derzeit auf S. 389/608.


"Man kam nicht her, um zu genesen, sondern um zu sterben."
Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …
(Quelle: Limes Verlag)

2. Wie heißt der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Mitte November brach eine Kältewelle über Paris herein, die in der Salpêtrière zu Lungenentzündungen und einer raschen Dezimierung der Patientenzahl führte."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Dieses Buch ist eine Überraschung. Ich hatte mir unter diesem Buch etwas ganz ganz anderes vorgestellt. Meine Prota war von Anfang an Runa. Allerdings geht es in diesem Buch viel mehr um die Geschehnisse in der Klinik, also in einer Psychiatrie im 19. Jahrhundert. Und die Szenarien schockieren mich wirklich, andererseits interessieren sie mich auch unheimlich! Ich war schon immer ein Fan von Psychiatrien in vergangener Zeit.
Da ich beruflich aus dem medizinischen Bereich komme, wurde mir hier schnell klar, dass die Autorin mir hier keine fiktiven Charaktere (ich spreche gerade von den Ärzten) vorstellte, sondern, dass sie viele Ärzte, die real existiert haben im Buch verband, dh. die Recherche ist unheimlich gut.
Das Buch packt mich einerseits, andererseits gibt es auch eine Menge zu verdauen.
Interessant ist, dass ich nun über die Hälfte gelesen habe und die Autorin noch sooo viele Geheimnisse verbirgt, dass ich ganz schnell weiterlesen möchte.

4. Wenn du eine Figur deiner Wahl in deinem Buch wärst, würdest du dann eher zu den ,,guten" Hauptprotagonisten gehören oder unter die ,,fiesen" Antagonisten gehen?
Ui, das ist schwer!
Einerseits wäre ich gern eine der Guten, da fällt mir eine Wärterin/ Pflegerin ein, Julie. Sie geht so ganz anders mit den Patienten um, so wie es sein muss. Dieses "wie es sein muss" fehlt mir auch heutzutage sehr oft in solchen Einrichtungen.
Andererseits muss ich auch zugeben, würde ich gerne die Rolle einer Ärztin der Nervenheilkunde einnehmen. Die Zustände im psychiatrischen Bereich im 19. Jhd. waren grausam, aber damals wussten sie es nicht besser und ich hätte glaub ich einen Hang zu diesen ganzen "verrückten" Patienten. 


Ich wünsche allen einen schönen Start in den Dienstag und viel Spaß beim Stöbern :)
Andrea